Die Gefährdung des Altenlingener Forstes durch das Weiterbestehen der Bebauungspläne für industrielle Nutzung ist noch in der letzten Woche Thema bei einer Veranstaltung der BI Altenlingener Forst gewesen. Weitere Gefährdung des Altenlingener Forstes entstehen jedoch – von der Öffentlichkeit weniger bemerkt – durch die Planung einer Straße.
Die von der Stadt Lingen geplante “Entlastungsstraße” für den Altenlingener Forst südlich der Raffinerie entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Belastungsstraße: und zwar für die Bewohner der Stadtteile Altenlingen und Heukampstannen. Ein ca. 30 ha großer Teil des Altenlingener Forsts wurde als Gewerbegebiet ausgewiesen und bereits 2009 teilweise gerodet. Für die geplante Anbindung dieses Gewerbegebiets an die B213 und insbesondere an die A31 ist die weitere Rodung von großen Teilen des Altenlingener Forsts notwendig. Den Altenlingener Forst in seiner Gesamtheit wird es dann nicht mehr geben.
Nach Ansicht der BürgerNahen wird die Lärmbelastung in den angrenzenden Stadtteilen stark steigen, da die neue Trasse nur ca. 500 m entfernt von Wohnbebauungen verlaufen wird. Die als Erschließungsstraße konzipierte sogenannte Nordtangente ist ein direkter Zubringer zur A 31, wodurch der Durchgangsverkehr im Norden Lingens stark zunehmen wird. Auch die Bewohner im Bereich Waldstraße und Forstweg werden sich auf eine höhere Verkehrsdichte einstellen müssen. “Die Lebens- und Wohnqualität in Altenlingen und Heukampstannen wird deutlich sinken”, so die BürgerNahen.
Deshalb fordern die BürgerNahen ein neues Verkehrskonzept, das den gesamten Lingener Norden, sowie die Stadtteile Brögbern und Damaschke durch weiträumige Umleitung des Schwerverkehrs entlastet. Der Bau der Nordtangente durch den Altenlingener Forst ist keine Lösung. Langfristig muss die B 213 nach Westen verlagert werden und der Schwerverkehrs über die Europastraße E 233/B 402 geleitet werden.

Die Erhaltung des Altenlingener Forstes ( BPlan 19,20 ) ist als Filter für die
umliegende Bebauung ein wichtiger Bestandteil. Jeder ,der daran zweifelt, sollte sich die Mühe machen, ins Lingener Archiv zu gehen und den bei der Wintershall
in den 50-iger Jahren geschehenen Unfall beim Crackturm recherchieren.
Die Freisetzung von Radon ist zu damaliegen Zeiten noch als harmlos angesehen
worden, heute belegen Gutachten, daß Radon sich über 1500 Jahre in der Luft und im Boden hält und Krebserregend ist ( Lungenkrebs etc. ).
Wenn jetzt die CDU weitere Flächen fällen sollte , nimmt sie den Bürgern den
natürlichen Schutz, den Wald.
Viel Erfolg bei der Suche, von der Verantwortung ganz zu schweigen.
Endlich können die Bebauungspläne unserer Stadt für den Altenlingener Forst als politisch gerechtfertigt und zukunftsweisend bezeichnet werden. Hier sorgen der Landkreis Emsland und das Bundesministerium für Verkehr für Unterstützung. Während der Herr Winter vehement den vierspurigen Ausbau der E 233 fordert, führt Herr Ramsauer gleichzeitig die LKW-Maut für eben diese Straßen ein.
Wenn man die Transitstrecke von Skandinavien nach den Niederlanden oder Teilstrecken, z. B. zwischen Hamburg/Bremen und den niederländischen Häfen betrachtet, wird klar, dass kostenbewusste Speditionen auch künftig noch sparen können. Die B 213/B70 und die B 214 sind leistungsfähige Alternativen, die zu dem noch kürzer und damit für schwere LKW schneller sind. Freuen wir uns schon jetzt auf den Schwerlastverkehr, der künftig durch den Raum Lingen rauschen wird. Natürlich brauchen wir dann ein Güterverkehrszentrum und eine Entlastungsstraße im Altenlingener Forst. Schließlich wird Lingen dann ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt sein.
Ihr seid dafür Wald abzuholzen für einen Sportplatz der nach 5-10 Jahren wieder überflüssig ist, aber ihr seid dagegen eine Straße durch einen Wald zu bauen welche den Verkehr in eurem Ort vermindert… na,.. das soll mal einer verstehen.
Sehr geehrter Reiner,
das ist ein Trugschluss. Die geplante Straße würde unsere Ortsteile nicht entlasten. Im Gegenteil: Die Verkehrsbelastung wird in Altenlingen und Heukamps Tannen stark zunehmen, da durch die geplante Nordtangente zusätzlicher PKW- und Schwerlastverkehr herangeführt wird und der Forstweg bzw. die Waldstraße als Zubringer fungieren werden.
Schon in der Sitzung “Bürgerbeteiligung” wurde mit Gutachterhilfe gedroht, dass Altenlingen im Verkehr ersticken würde, wenn die “Raffineriestraße” nicht durch die Umgehungsstrasse ersetzt würde. Dass das nicht der Fall wäre, kann man derzeit intensiv studieren. Seit Monaten ist die “Raffineriestraße” wegen Stillstands- und Bauarbeiten für den durchgehenden Autoverkehr gesperrt.
Die Verkehrsbelastung auf dem Forstweg hat trotzdem nicht zugenommen!