Als Umweltzerstörer wollen die BürgerNahen die Lingener Golfsportler am Pranger sehen – wenn nicht direkt im Gefängnis. Das war in der letzten Woche in einem (schlechten) Bericht und (noch schlechterem) Kommentar in der Lingener Tagspost zu lesen. Als Dagegen-Stimmer würden wir unseren Kindern die Zukunft verbauen – weil wir gegen die Waldabholzung am Golfclub Emstal gestimmt haben!
Waldrodung für unsere Kinder – Das kann so natürlich nicht stehenbleiben. Uns sind die Aktivitäten des Golfclub Emstals hinsichtlich Naturschutz wohl bekannt und wir begrüßen dieses Engagement ausdrücklich. Wenn aber das Wort “alternativlos” fällt, werden wir hellhörig:
Anlass der Debatte war, dass der Club Parkflächen wünscht und deshalb einen Übungsrasen dahin verlegen will, wo (noch) ein 80jähriger Wald steht. Hierbei geht es nicht bloß um 35 Bäume, wie der Redakteur schreibt – es geht um ein wertvolles Ökosystem. Das ist dem Redakteur, der täglich zur Arbeit radelt, auch wohl bewusst. Um so unverständlicher finden wir seinen Beitrag. Niemand kann doch solch eine Waldvernichtung für gut heißen. Schon gar nicht zum Wohl unserer Kinder!
Golfsportler legen während des Spiels mehrere Kilometer zu Fuß zurück. Aber wenige hundert Meter vom Parkplatz zum Clubheim sind unzumutbar und alternativlos? Wir haben aus Bekanntenkreisen gehört, dass es zwei weitere Alternativen gegeben hätte – ohne Rodung.
Wir stellen die Frage, was diese Sportler machen würden, wenn der Parkplatz nicht von der Mehrheitsfraktion verabschiedet worden wäre? Eine Buslinie zum Golfplatz fordern?
