Die Arena-Kosten explodieren schon vor Baubeginn, die Methode war vorbereitet, die Schuldigen werden gesucht. Während die Mehrheitsfraktion immer wieder betont, den Oberbürgermeister an den Kosten zu messen, üben wir uns an der Aufgabe, den Lingener Bürgern die Folgen dieses Wahnsinssprojekts darzustellen. In unserer aktuellen Pressemitteilung geht es wieder um eine halbe Million Euro an Mehrkosten. Weitere werden folgen:
“So nicht, Herr Lisiecki!” heißt es in einer Pressemitteilung der unabhängigen Wählergemeinschaft Die BürgerNahen (BN). Sie reagierte damit auf den Satz von Stadtbaurat Lisiecki, es sei BN-Ratsherr Storm, der sich gegen ein direktes Herantreten an die Arena ausgesprochen habe. Das stimme zwar, sagt die BN. Storm habe damit aber auf das fehlerhafte Sicherungskonzept der geplanten Emslandarena hingewiesen, Natürlich muss eine Veranstaltungshalle in dieser Lage durch einen Zaun gesichert werden. Für die BürgerNahen(BN) ist es nicht nachvollziehbar, weshalb die Planer auf eine sichere Umzäunung verzichtet hatten. “Wenn Atze Storm auf den vergessenen Zaun hingewiesen hat, hat er damit Planungs- und Konzeptfehler aufgezeigt.”
Davon gibt es noch weitere, auf die Atze Storm hingewiesen hat: So sollen kurzerhand plötzlich die beiden neuen Lagerhallen südlich der bestehenden Emslandhallen abgerissen werden. Man brauche Parkplätze, habe es geheißen. Diese Lagerhallen werden aber dringend für den Betrieb der alten Emslandhallen gebraucht. Als Ersatz soll die baufällige ESV-Turnhalle stehen bleiben und Material demnächst außerdem auf der nördlichen Rampe der Emslandhallen gelagert werden. Damit verstellt man aber die Fluchtwege aus den Hallen. “BN-Ratsherr Atze Storm hat längst darauf hingewiesen und einen Ortstermin gefordert. Atze Storm weiß als langjähriger Chef der Emslandhallen genau, worauf es ankommt und was wichtig ist. Er legt den Finger in die Wunde und zeigt dem Stadtbaurat exakt auf, wo seine Pläne nicht stimmen.” kommentierte der Fraktionsvorsitzende der BürgerNahen im Stadtrat Robert Koop.
Sein Fraktionskollege Marc Riße wies auf die Kostensteigerungen hin: Dies betrügen mehr als 500.000 Euro, nicht 400.000 Euro, wie Baurat Lisiecki erklärt habe. Wenn jetzt eine große Parkplatzfläche nicht gepflastert werde, um 100.000 Euro ersparte Kosten gegenrechnen zu können, sei das ein reiner Buchungstrick und ändere an den Kostensteigerungen von einer halben Million Euro nichts. “Innerhalb von sechs Monaten sind die Kosten der Arena von 17,49 Mio Euro um 2 Mio Euro gestiegen. Und das vor Baubeginn. Hinzu kommen 19 % Umsatzsteuer, von denen keinesfalls klar ist, ob und wann sie erstattet werden. Wo soll das enden?” fragt Diplom-Kaufmann Riße. “Klar ist aber, dass wir auch bei den absehbaren nächsten Kostensteigerungen nach den Verantwortlichen fragen werden. Wir sind zwar gegen das Finanzabenteuer Emslandarena, arbeiten in den Ausschüssen aber sachbezogen mit, um weitere grobe Ausführungsfehler zu Lasten der Bürger zu vermeiden.”
Heute werden in der LT – 02.12.2011 – die Schulden der Stadt aufgelistet : bis 2014 summieren sie sich auf 90 Mio. Euro. Wer soviele Schulden hat, sollte überhaupt keine Arena bauen
Ich weis nicht, warum die Bürgernahen sich rechtfertigen, nach meiner Auffassung
ist es die Pflicht der Volksvertreter auf derartige Fehler hinzuweisen.
Die Äußerungen des Stadtbaurates, die Bürgernahen seien die Verantwortlichen für die Mehrkosten beim Bau der Arena sind absurd uns sollen von den eigenen
Versäumnissen ablenken.
Bei einem qualifizierten Planer wären derartige Fehler nicht vorgekommen.
Die Rechtfertigung zur Bodenuntersuchung ist einfach nur peinlich, vor allem
die Nichteinstellung der Kostennote. Planungsmäßig hat der Mann sicher das
Modell ” Medicus Wesken” vor Augen gehabt, bei dem er auch fest daran glaubt, er habe alles richtig gemacht. Falsch, Herr Lisiecki, auch hier ist die Sicherheit
der Menschen durch Einschränkung des Sichtdreieckes gefährdet und das
gegenüberliegenden Grundstück mit einer Baulast belegt worden.
Alles Dinge, die der Stadt Lingen ( Ems ) und damit dem Steuerzahler nur Geld kosten.
Ich versichere allen Leuchturmvernatikern heute schon, daß die Arena ohne
Buchungstricks eher bei 30 Mio.,als bei 20 Mio. liegen wird.
Wo sind eigentlich die ca. 700.000,–€ für die Fehlplanung der Arena an der
B 214 gebucht worden
Selbst das mag die Stadt Lingen (Ems) finanziell noch schultern können,
bei der Unterhaltung hört jedoch der Spaß auf.Personell sehe ich keinen,der
die Halle auch nur annähernd mit Leben füllen und führen kann.Hier dürften etliche
Neueinstellungen fällig werden.
Auf die nächsten Kalkulationsfehler kann man doch jetzt schon warten.
Bei dem Geldgeschenk von 70.000,–Euro für den Golfclub sollte
sich die Verwaltung mal die Förderrichtlinien und das Haushaltsrecht
ansehen, bevor der Club, der die richtige Lobby hat,sich freuen kann.
Aus der LWT sollte sich die Stadt schnell verabschieden, denn sie hat
nicht einmal die eifachsten Dinge im Griff , obwohl eine Beteiligung
aus der Führungsspitze besteht. Einem Dritten dann die Schuld in dieSchuhe
schieben zu wollen,ist erbärmlich
Die Verschwendung von Steuergeldern nimmt kein Ende. Scheinbar
geht in Lingen alles. Tolle Verwaltungsführung, die nicht merkt, wann
sie gegensteuern muß.
Unsere Stadtkämmerin konstatiert:
“Wir müssen sparen,wo immer es möglich ist.”
Lasst uns mit dem Sparen beginnen und zwar sofort und konsequent.
Wir als BN unterstützen diese Aufforderung ohne wenn und aber.
Frau Haarmann wir wollen nach ihren Worten Taten sehen !!!!
Was bedeuten nun die heutigen Berichte in der LT vom 14.12.2011. Es tropft in den Emslandhallen durch die Decke, Eimer müssen aufgestellt werden, damit die Zuschauer nicht nass werden.. etc. Kosten für die Sanierung ca. 650.000 Euro. Gleichzeitig müssen von 10 Mio. Euro, die eigentlich für die Emsland-Arena vorgesehen waren, 6,5 Mio. Euro in den normalen Haushalt zurückfließen, weil doch im letzten Jahr die Gewerbesteuern eingebrochen waren. Was hat das nun für Konsequenzen auf die Finanzierung der Emsland-Arena?
Das undichte Dach beschäftigt die Gremien schon länger, was die LT verschweigt. Der Sanierungsaufwand ist im Wirtschaftsplan 2011 zu einem Großteil berücksichtigt. Der zuständige Betriebsausschuss Emslandhallen hat dies Anfang des Jahres beraten und zum Handeln aufgefordert. Es ist aber trotzdemnichts passiert. Also tropft es (genauso übrigens wie im Theater an der Wilhelmshöhe, wo auch Eimer hängen…).
Der Ausschuss hat in derselben Sitzung am Jahresanfang auch beschlossen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Emslandhallen zu installieren; bei der Gelegenheit hätte man es sanieren können. Die PV-Anlage sollte bis zum 30.06.2011 fertig gestellt sein. Die Verwaltung hat aber auch diesen Beschluss ignoriert und ist sich in der vorletzten Sitzung im Oktober in Ausflüchten ergangen. Auch “ein ungewöhnlicher Vorgang”, wie man so sagt. Die BN-Fraktion im Rat wird nachhaken.
Robert Koop, BN-Fraktion im Rat der Stadt Lingen (Ems)