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Archive for the ‘AKW’ Category

Die BürgerNahen leiden mit der CDU Lingen, die auf ihre zentrale Wahlkampfveranstaltung mit dem Besuch von Angela Merkel verzichten muss. Die Bundeskanzlerin hat einer Konferenz in Paris den Vorzug gegeben vor einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt. Im Nachhinein stellt sich die Frage, warum sich die Kanzlerin in diesem Jahr ins Goldene Buch hätte einschreiben sollen. Im vergangenen Jahr war sie doch im Rahmen der Wahlkampfunterstützung Energiereise schon in Lingen zur Stippvisite. So richtig schlüssig ist es nicht, dass nun nach allem Hü und Hott in der Energiepolitik diese Ehrenbezeugung angedient wird.  Wie man hört, sind gerade viele altgediente Lingener CDU-Anhänger in diesem Jahr nicht ganz so gut auf die Kanzlerin zu sprechen.

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Die Nachrichten der letzten Tage müssen den Lingenern wie Warnungen vorkommen: von den Ereignissen in Japan brauchen wir gar nicht zu reden, wir haben im näheren Umfeld genug: Der Brand im Hafen der Raffinerie, bei dem nur das rasche und gut erprobte Zusammenarbeiten der verschiedenen Wehren ein Übergreifen der Flammen verhindert hat, heute die Schiffskollision auf der Ems, und gerade lese ich vom Absturz eines US-Kampfjets in der Eifel in direkter Nähe zu einem Dorf.

Und es beschleicht mich ein wirklich ungutes Gefühl. Gerade in dieser Woche war der Fluglärm über Schepsdorf extrem,  zu erfahren ist, dass ein neuer Eurofighter erprobt wird. Aus Schepsdorf hat es Beschwerden beim Luftwaffenamt in Köln gegeben, die Flüge waren tiefer als sonst, und die Flugzeuge flogen in extrem kurzen Abständen. Ob das alles in Ordnung war? Der Eindruck entstand, dass die Piloten sich gegenseitig jagten. Eine Rückmeldung des Luftwaffenamtes hierzu gibt es – noch –  nicht. Angeblich wird heutzutage nachvollziehbar überwacht. ( Früher sah der „Skyguard“ nur nach vorheriger Ankündigung nach dem Rechten, und oh Wunder, nie fand sich etwas….)

Der Nordhorner Bürgermeister und die Notgemeinschaft Nordhorn-Range haben erneut die Schließung der Range gefordert.  Das mag dem als Trittbrettfahren auf der Japankatastrophe erscheinen, der sich nicht mit den Gefahrenquellen hier im Umkreis beschäftigt. Aber allein die Landkarte macht deutlich, dass ein militärischer Flugübungsplatz an diesem Ort nicht zu rechtfertigen ist. Den „Bombodrom“-Gegnern in Wittstock sei ihr Erfolg gegönnt. Nordhorn-Range ist aber keine Alternative.

Am heutigen Abend wünsche ich mir, dass der Lingener OB und alle Lingener Parteien die Petition seines Nordhorner Kollegen unterstützen. Die Kreisgrenze gilt im Unglücksfalle nämlich nicht.

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Im Spiegel vom 29.3.10 findet sich ein Artikel unter „Kohl-Regierung verheimlichte Wassereinbruch im Atomendlager“.  Man kann da nachlesen, dass seit 1988 Probleme bestehen, tw. auch von Fachleuten diskutiert wurden.

Wenn aber derartige Dinge, die unseren Lebensraum nachhaltig beeinträchtigen bzw. zerstören  können, nicht an die Öffentlichkeit kommen (dürfen?), ist das kein Kavaliersdelikt mehr. An dieser Stelle erwartet(e) man von der Politik eine gewisse Offenheit bzw. Ehrlichkeit.

Wie sonst soll man zukünftigen Beteuerungen, dass angeblich niemals Gefahr für Leib und Leben bestanden hätte, Glauben schenken?

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Kerngeschäft

Schon vor längerer Zeit habe ich einen link gefunden, der äußerst kritisch über die Kernenergienutzung insbesondere auch bezogen auf das Emsland schreibt.

Nach dem letzten „Kurzbeitrag“ zu diesem Thema also hier die Möglichkeit zur Vertiefung.

Mir fällt wenig ein, was ich dagegensetzen könnte – ich merke aber immer wieder nicht nur an mir, dass die emotionale Ebene sich durch Verdrängungsmechanismen dagegen wehrt, das Gelesene anzunehmen und in das alltägliche Leben einwirken zu lassen.

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Probleme mit unserem AKW ?

Da  stand doch heute (13.10.09) in der TAZ:

„Noch-Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zwingt keinen Energiekonzern mehr zum Abschalten von Atomkraftwerken, eine Hypothek hinterlässt der SPD-Politiker den Firmen aber doch: Am Montagabend hat sein Ministerium etwa an die niedersächsische Atomaufsichtsbehörde einen Brief geschickt. Gabriels Mitarbeiter beanstanden darin trotz Widerspruchs von Niedersachsen gravierende Sicherheitsmängel im RWE-Atomkraftwerk Emsland. In dem Schreiben, das der taz vorliegt, heißt es: „Ihr Vorgehen widerspricht der Strahlenschutzverordnung.“ Nun setzte das Ministerium eine Frist, das AKW bis 31. Dezember 2009 nachzurüsten.

Theoretisch hätten die Bundesbeamten auch eine Stilllegung anordnen können. Der Schwachpunkt im AKW: das Kühlsystem. Ein Leck könnte zum GAU, der Kernschmelze, führen: Schießt Wasserdampf unter hohem Druck etwa aus einem defekten Ventil, können Fasern aus dem Dichtungsmaterial mit herausgerissen werden. Diese können die Kühlpumpen verstopfen oder direkt die Kühlwasserzufuhr des Kerns gefährden.“

Beruhigend finde ich das absolut nicht.

Gespannt bin ich darauf, ob und wann diese Problematik in der lokalen Presse erörtert wird.

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Schnelle Abschaltung

Man kann zu AKWs stehen, wie man will. Gerade dann, wenn es aber kontroverse Meinungen zu etwas gibt, sollte man auf eine neutrale und ausreichende Berichterstattung bedacht sein.
Es stimmt schon etwas nachdenklich, wenn über Banalitäten über ganze Zeitungsseiten berichtet wird, gleichzeitig aber der Vorgang der Schnellabschaltung am letzten Freitag nur einen kleinen einspaltigen Artikel (selbstverständlich ohne Bild, bei dem geringen Platz) wert war. Ich wiederhole mich, man kann zu AKWs stehen wie man will, es handelte sich fraglos um eine Schnellabschaltung, bei der deutlich mehr Radioaktivität freigesetzt wird; es handelt sich ferner um einen Störfall, der dann auch überall in der Presse sehr detalliert geschildert wurde, nur in der Stadt Lingen scheint das Ganze weniger wichtig als das Schützenfest in Sonstwo zu sein.
Die Quasi-Berichterstattung, die den Störfall als eigentlich keinen Störfall erscheinen liess, da das fragliche Teil ja sowieso in Kürze ausgewechselt werden sollte, hatte sicherlich zum Ziel, den Vorfall herunterzuspielen und die Bevölkerung zu beruhigen.

Genau diese Aussage kann man aber auch invertieren: Offensichtlich wusste man von einem defekten Teil, das zur Auswechselung vorgesehen war. Man riskierte dann aber wohl BEWUSST eien Schnellabschaltung, die ja fraglos dazu dient, mögliche größere Schäden zu vermeiden. Richtig wäre an dieser Stelle – auch wegen der Brisanz des Ganzen – doch wohl das umgehende Auswechseln der defekten Teile.
Ein solches Verhalten ist für mich nicht nachvollziehbar.
Insbesondere fragt man sich bei derartigen Vorgehenesweisen, warum zeitweilig vier von fünf AKWs der RWE ausser Betrieb sind. Mich beunruhigt das!

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