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Archive for the ‘Altenlingener Forst’ Category

von Joachim Reul

CDU Altenlingen (Pro) Für den Altenlingener Wald

Wir freuen uns, dass die CDU Altenlingen auf unseren Blog-Beitrag vom 19.08.2011 nahezu postwendend geantwortet hat. Auf einem knallgelben Zettelchen schickt die CDU Altenlingen den Anwohnern frohe Kunde ins Haus. Sie ist ganz plötzlich für den Erhalt des Altenlingener Waldes als ortsnahes Erholungsgebiet.

Allerdings wird dieses Bekenntnis sofort im zweiten Satz wieder zurückgenommen. Es soll nach den Vorstellungen der CDU eben DOCH weiter und noch umfangreicher als bisher abgeholzt werden:
1. zur Schaffung von wohnortnahen Arbeitsplätzen und
2. für den Bau der so genannten Nordtangente

Hierbei geht es um nichts anderes als die Erschließung neuer INDUSTRIEGEBIETE gemäß der Bebauungspläne 19 und 20.

Die CDU spricht sich im gelben Blättchen werbewirksam gegen immissionsträchtige Betriebe im Altenlingener Forst aus, obwohl aus dem einstigen Gewerbegebiet inzwischen ein INDUSTRIEGEBIET geworden ist. Genau dort und nur dort dürfen und sollen sich immissionsträchtige Betriebe ansiedeln. Die Altenlingener CDU kennt die von der CDU Stadtratsmehrheit beschlossene Ansiedlung eines Güterverkehrszentrums im Altenlingener Forst. Dies ist übrigens die emmissionsträchtigste Industrie überhaupt. Extremer Lärm rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr! Direkt vor der Haustür der Altenlingener und Heukampstanner Anwohner. Diese Lärmbelastung wird nun schönfärberisch als unverdächtiges Logistikzentrum mit der Aussicht auf wohnortnahe Arbeitsplätze verkauft!?

Doch damit nicht genug. Die CDU Altenlingen nimmt stillschweigend hin, dass ihre Freunde im Stadtrat und Rathaus eine Entlastungsstraße für die B 213 (Ausbau Ulanenstraße) beschließen, die den LKW -Verkehr in Richtung Altenlingen und hier auf den Forstweg lenken wird. Die den Anwohnern von Forstweg und Waldstraße drohende Lärmbelastung dient nun als Begründung für die zwingende Notwendigkeit der Nordtangente. Von der CDU wird schamhaft verschwiegen, dass es ohne deren Beschlüsse erst gar nicht zu einer Lärmbelästigung in Altenlingen kommen
würde. Diese Nordtangente macht tatsächlich aber erst die Erschließung des Industriegebietes im Altenlingener Forst möglich. NebenVerkehrslärm wird zusätzlicher Industrielärm die Altenlingener und Heukampstannener wach halten.

Mit immer neuen Ablenkungsmanövern will die CDU die Anwohner so lange einschläfern, bis diese erst vom Lärm wach gerüttelt werden! Dann aber ist es zu spät.

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Die Gefährdung des Altenlingener Forstes durch das Weiterbestehen der Bebauungspläne für industrielle Nutzung ist noch in der letzten Woche Thema bei einer Veranstaltung der BI Altenlingener Forst gewesen. Weitere Gefährdung des Altenlingener Forstes entstehen jedoch – von der Öffentlichkeit weniger bemerkt – durch die Planung einer Straße.

Die von der Stadt Lingen geplante „Entlastungsstraße“ für den Altenlingener Forst südlich der Raffinerie entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Belastungsstraße: und zwar für die Bewohner der Stadtteile Altenlingen und Heukampstannen. Ein ca. 30 ha großer Teil des Altenlingener Forsts wurde als Gewerbegebiet ausgewiesen und bereits 2009 teilweise gerodet. Für die geplante Anbindung dieses Gewerbegebiets an die B213 und insbesondere an die A31 ist die weitere Rodung von großen Teilen des Altenlingener Forsts notwendig. Den Altenlingener Forst in seiner Gesamtheit wird es dann nicht mehr geben.

Nach Ansicht der BürgerNahen wird die Lärmbelastung in den angrenzenden Stadtteilen stark steigen, da die neue Trasse nur ca. 500 m entfernt von Wohnbebauungen verlaufen wird. Die als Erschließungsstraße konzipierte sogenannte Nordtangente ist ein direkter Zubringer zur A 31, wodurch der Durchgangsverkehr im Norden Lingens stark zunehmen wird. Auch die Bewohner im Bereich Waldstraße und Forstweg werden sich auf eine höhere Verkehrsdichte einstellen müssen. „Die Lebens- und Wohnqualität in Altenlingen und Heukampstannen wird deutlich sinken“, so die BürgerNahen.

Deshalb fordern die BürgerNahen ein neues Verkehrskonzept, das den gesamten Lingener Norden, sowie die Stadtteile Brögbern und Damaschke durch weiträumige Umleitung des Schwerverkehrs entlastet. Der Bau der Nordtangente durch den Altenlingener Forst ist keine Lösung. Langfristig muss die B 213 nach Westen verlagert werden und der Schwerverkehrs über die Europastraße E 233/B 402 geleitet werden.

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Ökonomisch und ökologisch von Vorteil

Lingen. Die Lingener Wählervereinigung „Die Bürgernahen (BN)“ hat vorgeschlagen, an den Rändern der abgeholzten Fläche östlich der Waldstraße in Altenlingen neue Windkraftanlagen zu errichten. Unterhalb der Rotoren könne unterpflanzt und rundherum aufgeforstet werden, heißt es in einer Mitteilung der BN.

„Wir sind die einzige politische Kraft, die weiterhin uneingeschränkt für die Wiederaufforstung des gerodeten Altenlingener Forstes eintritt.“ Das unterstrich am Mittwochabend der zweite Vorsitzende der Bürgernahen, Marc Riße, bei der Mitgliederversammlung der Lingener Wählergemeinschaft.

Riße: „Unsere Idee: Die Betreiber der Windenergieanlagen zahlen jährlich hohe, deutlich fünfstellige Pachten an den jeweiligen Grundstückseigentümer. Das ist in diesem Fall die Stadt Lingen. Auf diese Weise könnten die für die Flächen aufgewendeten ca. 350000 Euro in wenigen Jahren zurückgezahlt werden. Unser Modell praktiziert ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit.“

Skeptisch steht die Wählervereinigung den von einzelnen Grundeigentümern forcierten Plänen gegenüber, in Wachendorf nördlich des Autobahnzubringers (Kreisstraße 321) zahlreiche Windkraftanlagen aufzustellen. „Die dafür vorgesehenen Flächen liegen mitten im Landschaftsschutzgebiet Emstal, dessen Ziele ganz andere sind, als dort Energieerzeugung zu betreiben.“ Es treffe zwar zu, dass trotz Wallhecken und Ackerstreifen der ökologische Wert der vor allem zum Maisanbau genutzten Flächen geringer sei als früher. Aber dies dürfe nicht dazu führen, dort jetzt durch Energieanlagen noch weniger für die Umwelt zu tun, sagte Riße.

Vielmehr müssten die sichtbaren Defizite beseitigt werden, sagte der BN-Politiker, der sich zugleich enttäuscht zeigte, dass der in diesem Bereich vor 30 Jahren eingerichtete Modellflugplatz zum Jahresende wegen der Windenergie-Pläne aufgegeben werden müsse. „Der Modellflugverein steht vor dem Dilemma, sich im Wettbewerb gegen verpachtete Maisanbauflächen ein neues Gelände suchen zu müssen. Das wird nicht einfach werden.“

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von BN Joachim Reul

Die CDU Altenlingen hat mit Ausgabe 9 /Jahrgang 2011 der „Glocke“ den Wahlkampf eröffnet.

Hier brüstet sich die CDU damit, die Kaufpreise im neuen Baugebiet hinter der Altenlingener Grundschule durch ein Bieterverfahren für einige wenige (natürlich die attraktivsten) Bauplätze auf einen Quadratmeterpreis unter 140 Euro gedrückt zu haben (nämlich auf unglaubliche € 139 !). Dafür müssen die Käufer der Sahnestücke mindestens € 154 berappen. Eine tolle Erfindung der CDU! Allerdings sollte man festhalten, dass es andernorts durchaus gang und gäbe ist, die Preise nach Attraktivität (vor allem Lage) zu staffeln. Gratulation, liebe Freunde von der CDU! Ihr seid ja tatsächlich noch lernfähig.

Dass dieses auf Initiative der CDU erschlossene Neubaugebiet gerade in einem von Einfamilienhäusern dominierten Umfeld durch jedes zusätzlich angebotene Baugrundstück den Wert der bebauten Grundstücke verringert, verschweigt uns die angeblich so bürgernahe Partei geflissentlich. Denn mit jedem zusätzlichen Baugrundstück wird die Nachfrage nach einem bebauten Grundstück verhindert. Der Bestand wird so nach und nach leer stehen, während neue Grundstücke diese Entwicklung nur verschärfen.

Wer als Hausbesitzer in Lingen CDU wählt muss sich darüber im klaren sein, dass er mit jeder Stimme für die CDU sein Haus ein wenig unverkäuflicher macht. Die BürgerNahen wollen das nicht. Wir sind GEGEN die inflationäre Angebotsausweitung von Baugebieten. Das bringt zwar Geld in den Stadtsäckel, das aber nur zu Lasten der Besitzer von bestehenden Wohnimmobilien!

Erstaunlich ist auch, wie sich die CDU in der „Glocke“ bei den Mitgliedern des ASV und des Schützenvereins St. Sebastian Altenlingen anbiedert. Noch viel mehr muss allerdings erstaunen, dass sie den Eindruck zu erwecken sucht, die von Amts wegen zu parteipolitischer Neutralität verpflichtete Leiterin der Altenlingener Grundschule sympathisiere mit der CDU. Es ist schwer vorstellbar, dass die Schulleiterin ihre in der „Glocke“ abgedruckten Zeilen an eine Partei, namentlich die CDU gerichtet hat. Diese allgemein gehaltene Aussage der Schulleiterin wird in „Die Gocke“ jedoch in einen Zusammenhang gestellt, der dies nahelegt. So bitte nicht, liebe CDU!

Die CDU Mehrheit im Stadtrat hat mit ausdrücklicher Unterstützung der CDU Altenlingen bereits dafür gesorgt hat, dass ein Teil des Schutzwaldes südlich der Raffinerie (Bebauungsplan 20) der Kettensäge zum Opfer gefallen ist und hier noch weiterer folgen wird.

Jetzt weisen die die CDU Kandidaten aus Altenlingen verharmlosend darauf hin, dass für sie der Bebauungsplan Nr.19 ein wichtiger Bestandteil ihrer „Verkehrspolitik“ sei. Dass sich hinter diesem Bebauungsplan noch weit mehr versteckt als der Bau einer Straße , wird auch geflissentlich verschwiegen. In für die CDU bewährter Manier sollen sich die Leute doch bitte selbst schlau machen, wenn sie auch die unangenehmen Details erfahren wollen. So das Verständnis von Bürgernähe bei der CDU.

Es ist eben nicht nur der in der „Glocke“ angekündigte Bau einer Entlastungsstraße bis zur Wachendorfer Brücke. Einfach verschwiegen wird nämlich, dass diese Straße zunächst mitten durch den Altenlingener Forst führt, um dann auch noch durch das Landschaftsschutzgebiet zwischen Meppener Straße und der Ems zu verlaufen. Dass solche Straßenbauten in einem Landschaftsschutzgebiet rechtlich gar nicht zulässig sind, kann eine CDU nach über 50 Jahren Alleinherrschaft offensichtlich nicht mehr beeindrucken.

Verschwiegen wird auch, dass mit diesem Bebauungsplan NR. 19 auch ein weiterer, mehrere 100 Meter breiter Streifen Waldes parallel zur Grenze der Raffinerie zwischen Waldstraße und Kanal zur Rodung für Industrieansiedlung freigegeben wurde.

Einmal mehr beweist die CDU hier, wie man durch geschicktes Weglassen von für die Bürger wesentlichen Informationen den rechtzeitigen Protest der Wohnbevölkerung verhindern will. Weder die Rodung Hunderter Hektar Wald, noch die Planung einer Fahrbahntrasse mitten durch ein Landschaftsschutzgebiet ist für die Vertreter dieser Partei ein Problem. Die Bürger werden zu gegebener Zeit genau wie schon beim Bebauungsplan 20 vor vollendete Tatsachen gestellt. Wenn sie es merken, ist es für Einsprüche zu spät. Wie gehabt werden dann wieder in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Fakten geschaffen. Die CDU Vertreter werden die Bürgern dann wieder einmal schulterzuckend darauf verweisen, dass sie doch nicht zuletzt in der „Glocke“ Ausgabe 9 im Jahr 2011 auf diesen Bebauungsplan Nr. 19 aufmerksam gemacht haben.

Und wird erst einmal mit freundlicher Unterstützung der Parteifreunde in Hannover für die Trasse im Landschaftsschutzgebiet eine Ausnahmegenehmigung erteilt, ist die Genehmigung von riesigen Windkraftanlagen im dann rechtlich bereits aufgeweichten Schutzgebiet Wachendorf nur noch eine Formsache. Für den einen oder anderen Parteifreund wäre das eine feine Sache. Die bringen dieses Thema bekanntlich schon seit Jahren immer wieder auf die Tagesordnung.

Wie wichtig die Schutzwaldfunktion des Altenlingener Forstes tatsächlich ist, haben wir gerade erst bei der Explosion eines Tankschiffes im Hafen der Raffinerie erlebt. Das berechtigte Interesse der Bürger nicht nur in Altenlingen und Heukampstannen am Erhalt dieses Schutzwaldes und auch an der Wiederaufforstung des bereits gerodeten Teils wird von der sich selbst als bürgernah bezeichnenden CDU hartnäckig ignoriert.

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von BN Joachim Reul

OB Krone ist laut LT froh, dass Lingen eine der Städte ist, in der die Ausstellung „Vielfalt viel Wald“ zu sehen ist. Die Ausstellung ist noch bis 30.6. im Rathaus zu besichtigen.

Dieses Mal vor einem Holzquader und mit einem Erdbeerbaum in der Hand läßt sich Krone einmal mehr für die Lingener Tagespost ablichten. Der Erdbeerbaum soll, so Krone, im Bereich der Lingener Innenstadt angepflanzt werden. Ob der Holzquader, vor dem unser OB posiert, aus Bäumen gesägt wurde, die im ehemaligen Altenlingener Schutzwald zwecks nicht geglückter Industrieansiedlung gefällt wurden, ist nicht überliefert.

Als Werbung für eine Ausstellung zum Thema Wald läßt sich da einer mit einem Bäumchen in der Hand ablichten, der mit einem falschen Versprechen zu eben diesem Thema Wald in sein Amt gewählt wurde. Er wollte nach seiner Wahl zum OB dafür sorgen, dass der Altenlingener Forst wieder aufgeforstet wird. Inzwischen hat er dieses Versprechen lange vergessen. OB Krone hat sich gewandelt von einem Befürworter des Aufforstens zu einem entschiedenen Verteidiger der Industrieansiedlung. Angeblich wegen bereits in nicht annähernd belegbarer Millionenhöhe getätigter Investitionen, die bei Aufforstung verloren wären.

Genau wie die Ernsthaftigkeit seines Versprechens vor seiner Wahl hat sich auch seine Aussage zum Millionenaufwand wieder als nicht belastbar erwiesen. Die von ihm in den Raum gestellten hohen 7-stelligen Beträge entpuppten sich bei genauerem Hinsehen als „nur“ € 150.000. Immer noch viel Geld, doch aus der Sicht unseres OB sind € 150.000 nach eigenem Bekunden anderweitig nicht wirklich erwähnenswert.

Immerhin ließ Krone die staunenden Zuhörer vor kurzem anläßlich einer Bürgerversammlung zur Präsentation eines Gutachtens zu Neubau respektive Anbau der geplanten Emslandarena wissen, dass ihn laut Gutachter zu erwartende Kostenüberschreitungen nicht weiter schrecken. Das sehe er sportlich. Zudem sei er zwar kein Hellseher, aber gesichert sei, dass die Stadt wieder über eine so hervorragende finanzielle Ausstattung verfüge, dass auch ungeplante Kostensteigerungen problemlos finanziert werden könnten. So ließ er uns sinngemäß wissen.

Immerhin prognostizierte der Gutachter alleine beim Rohbau der Arena um sage und schreibe € 5.000.000 höhere Baukosten, als sie die Planung der Stadt vorsieht! Auch im Rat der Stadt scheint das außer Robert Koop niemanden zu schrecken.

Da möchte man OB und Stadträte doch gerne fragen, warum bei der Arena viele ungeplante aber vorhersehbare Millionen Mehrkosten kein Problem sind, beim Altenlingener Forst jedoch ein exakt feststehender Abschreibungsbedarf von € 150.000 eine unüberwindbare finanzielle Belastung darstellen? Mit welcher unnachahmlichen Logik ist dann aber ein bereits beschlossener Aufwand von jährlich € 200.000 zur Schaffung eines neuen Schutzwaldes vertretbar, der zweifellos nie ein Schutzwald sein wird? Immerhin könnte man schon mit dem Aufwand nur eines einzigen Jahres den gerodeten Altenlingener Schutzwald wieder aufforsten. Und damit einen hohen Millionenbetrag für einen Pseudo- Schutzwald einsparen. Wird im Rathaus nicht mehr gerechnet, sondern nur noch trotzig durchgehalten?

Bemerkenswert ist auch, dass ausgerechnet der wortbrüchige OB nun im „Jahr des Waldes“ Werbung für eine Ausstellung im Rathaus zum Thema Wald macht. Zu diesem Thema ist Krone wirklich kein glaubwürdiger Werbeträger!

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Das Jahr 2011 wurde von den vereinten Nationen als Jahr der Wälder erklärt. Aus guten Gründen. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat zu diesem Zweck den Sonntag, 22. Mai, als landesweiten Wandertag ausgerufen. In Lingen wird nicht gewandert, in Nachbarstädten wohl: KLICK.

Warum diese Wanderung an Lingen vorbei geht, wissen wir nicht. Das könnte damit zusammenhängen, dass in Lingen Waldgebiete generell nicht gerne gesehen werden. Hier wird lieber Wald abgeholzt und Schutzwald versprochen. Wir warten also auf das internationale Jahr der Schutzwälder – nicht ohne vorher klar zu stellen, dass wir der Ansiedlung neuer Arbeitsplätze nicht entgegen stehen!

Zuletzt wird die Waldvernichtung damit begründet, dass die Wiederherstellung zu hohe Kosten verursacht. Die BürgerNahen finden das unglaublich und stellen wie gewohnt Fragen dazu: KLICK Presseerklärung als pdf.

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Die bislang durch Umweltschutzprojekte nicht sonderlich aufgefallene Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) bietet jetzt Hilfe für den Altenlingener Forst an:

In einer Presseerklärung, die ebenso unmotiviert wie verspätet erscheint, schreibt Friedhelm Hundertmark: „Die IG BCE, Bezirk Ibbenbüren, ist gerne bereit im Findungsprozess um einen Kompromiss unterstützend mitzuwirken, mit der Zielsetzung der Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze, die im Einklang mit der Natur und den besonderen Gegebenheiten am Standort Altenlingen/Heukampstannen mit einer, für alle Beteiligenten zufriedenstellenden Lösung erreicht werden kann.“

Er schreibt allerdings auch, dass schon die in den letzten Tagen (?) „öffentlich äußerst kontrovers geführte Diskussion“ von der IG „mit äußerster Sorge“ betrachtet wird und „eine ungeprüfte, möglicherweise ideologisch geführte Verweigerungshaltung“ den Industriestandort Lingen hachhaltig (!) schädigen wird. Diesbezüglich wollen die BürgerNahen den Verfasser „entsorgen“:

Wohl kaum ein Bürger, der die Diskussion um die Abholzungsaktion im Wald verfolgt hat, nimmt eine ungeprüfte oder ideologisch verblendete geführte Verweigerungshaltung ein.  Vielmehr melden sich hier interessierte und engagierte Bürger, die eine sachliche Auseinandersetzung suchen. Leider sind viele Sachargumente der Befürworter in Politik und Verwaltung bisher – unbeabsichtigt? – schwammig geblieben.

Die BürgerNahen werden das Angebot zur klärenden Diskussion und Vermittlung von Herrn Hundertmark gerne annehmen und sind gespannt, welche geprüften Sachargumente die IG BCE als Fundament ihrer Stellungnahme in die öffentliche Auseinandersetzung einbringen wird.

Der Wortlaut der Presseerklärung steht hier zum Download bereit.

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Autor: BN-Pressestelle

Die Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst (http://www.pro-altenlingenerforst.de.vu/) hatte zum vergangenen Sonntag zum Waldspaziergang mit symbolischem Baumpflanzen eingeladen. Mehrere Mitglieder der BürgerNahen (www.bn-lingen.de) sind dieser Einladung gefolgt – genau bis zur Grenze des gerodeten Bereiches. Denn Herr Helmut Höke hat als Vertreter der städtischen GEG das Betreten untersagt. Als Prokurist der „Eigentümerin des ehemaligen Waldes“ fühlte er sich in seinem Eigentum auf unberechtigte Weise beeinträchtigt. Wie schmerzhaft diese Beeinträchtigung für ihn persönlich war, schrieb er nicht. Vielleicht gab er mit seinem Schreiben auch nur den Schmerz von Frau Ursula Haar und Herrn Dr. Ralf Büring als Geschäftsführer der GEG wieder.

Die BürgerNahen sind entsetzt darüber, wie bürgerfern und inflexibel sich eine Verwaltung auch in Zeiten anstellen kann, in denen die großen Ratsparteien sich als bürgernah bezeichnen.

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Aus der Ems-Vechte-Welle:

Dieter Krone ist gegen Wiederaufforstung des Altenlingener Forstes

Lingen – Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone ist gegen ein Wiederaufforsten des Altenlingener Forstes. Allein in den Schneisen, die in den Wald geschlagen wurden, sollen neue Bäume gepflanzt werden. Die gerodete Fläche soll vermarktet werden, schlägt der OB vor. Er sagte gegenüber der ems-vechte-welle: „Diese bestehenden Waldflächen müssen erhalten bleiben. Als Kompromiss schlage ich allerdings vor, die jetzt bereits gerodeten Flächen nicht industriell zu nutzen, sondern gewerblich zu nutzen, um eine ökonomische Abfederung der Schäden in diesem Falle zu erzielen. Ich bin also wirklich dafür, dass dieser im Zusammenhang dort weiter erhalten bleiben muss.“ Teile des Waldes waren noch zu Zeiten des Oberbürgermeisters Heiner Pott gerodet worden. Dort sollte sich eine Firma ansiedeln, die dann aber ihr Interesse zurückzog. In Altenlingen hatte sich nach der Rodung eine Bürgerinitiative gegründet.

FAZIT:  OB Krone braucht dringend jemanden, der ihm eine Stellungnahme von drei Sätzen so vorformuliert, dass ansatzweise der Eindruck entsteht, er wüsste, wovon er spricht und was er sagen will….

Angesichts dieser Misere wäre der Wunsch nach konkreter inhaltlicher Begründung wohl zu viel verlangt?? z.B.: wie groß ist momentan die nicht gedeckte Nachfrage nach Gewerbegrundstücken? im übrigen: solche Unterscheidung zwischen Industrie- und Gewerbegebiet ist spitzfindig, und er hat sie schon im Herbst im ersten Anlauf bemüht – wer sich da an Wahlversprechen erinnert, der weiß nun, wie Politikverdrossenheit entsteht… Wie begründen sich die Angaben von 1,8 Mio Erschließungskosten? Wollte Dieter Krone nicht für mehr Transparenz einstehen?

Gegen Wiederaufforstung für Solitärbäume in Schneisen?

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Die Causa Altenlingener Forst brennt der CDU Lingen immer noch unter den Nägeln. Nicht um die Sache zu bereinigen, sondern um sich selber reinzuwaschen, schlägt die „erneuerte“ CDU einen Kompromiss vor. Womit sie allerdings Lernfähigkeit oder Kompromissbereitschaft beweisen will, bleibt ihr Geheimnis.

Als großes Entgegenkommen soll verstanden werden, dass keine weitern Flächen abgeholzt werden – allerdings unter der Voraussetzung, dass keine Nachfrage nach Grundstücken bestehe. Das muss als Selbstverständlichkeit gelten, denn richtig erkennt auch die CDU, dass bisher bereits 1,8 Millionen Euro durch die übereilten Aktionen im Altenlingener Forst im wahrsten Wortsinne „in den Sand gesetzt“ wurden.

Gelernt hat die CDU also, dass übereilte Investitionen keine gute Idee sind. Gelernt hat sie auch, sich nicht auf „Gerüchte“ zu verlassen, dass Bedarf an Gewerbegebieten bestehe, sondern dass erst Verträge Grundlage für weiteres Handeln sein sollten. Immerhin!

Gelernt hat die CDU auch, dass ein so großer Bedarf an Gewerbegebieten gar nicht besteht. Tatsächlich gibt es nicht EINEN Nachfrager für das ganze Gebiet. Damit entfällt die sachliche Begründung, überhaupt einen Bebauungsplan aufzustellen – aber der soll in der jetzigen Form bestehen bleiben.

Gelernt hat die CDU auch, dass die Lingener Bevölkerung irgendwie an diesem Mysterium „Wald“ hängt. Die Bedeutung zusammenhängender Flächen versteht sie aber nicht – als „Papierwald“ soll ein sogenanter Schutzwald an anderer Stelle entstehen – Papierwald deshalb, da der Boden gar nicht der Stadt gehört, da kann man planen was man möchte, Realität wird das noch lange nicht.

Kompromiss heißt in diesem Fall, dass die kompromittierende Wahrheit nicht in Gänze eingestanden werden soll: die Planung sowie Abholzung im Altenlingener Wald war ein schwerwiegender Fehler.

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