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Archive for the ‘Altenlingener Forst’ Category

Frostig ging es in der Sitzung des Ortsrates Altenlingen am vergangenen Dienstag zu. Etwa 25 Einwohner hatten sich eingefunden, um Details über die jüngste Abholzung eines Waldgebietes im Altenlingener Forst zu erfahren.

Sie mussten sich lange gedulden,
um ihre Fragen zu stellen: Ein Antrag, die Einwohnerfragestunde in der Tagesordnung vorzuziehen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Obwohl der Versammlung klar war, dass die Bürger nicht „zur Übernahme von Ehrenämtern“ gekommen waren, wie der Ortsbürgermeister vermutete. Hierbei lag er nach Ansicht der BürgerNahen gleich doppelt daneben, denn nach der Geschäftsordnung der Stadt Lingen ist die Einwohnerfragestunde vor die übrigen Tagesordnungspunkte zu setzen. Nicht der einzige Fauxpas, den er sich erlaubte.

Insgesamt wirkte die Sitzung schlecht vorbereitet und von einem gegenseitigem Misstrauen behaftet, was vernünftige lokalpolitische Arbeit schwer macht: Berichte aus der Mehrheitsfraktion wurden vom Ortsbürgermeister mit „Da sieht man mal wieder, wir Altenlingener halten zusammen“ kommentiert. Berichte und Fragen von anderen Mitgliedern wurden mit „da wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen“ (Welche Kirche, welches Dorf?) oder „Nun ist auch mal gut“ abgetan.

Nichts ist gut, in diesem Ortsrat Altenlingen, der sich nach Meinung der BürgerNahen wie ein Kasperletheater aufführt. Die BürgerNahen, die im Stadtrat und in drei Ortsräten vertreten sind, haben sich an die politische Distanz Anderer gewöhnt. Was sich aber im Gemeindehaus Altenlingen abspielt, ist ihrer Erklärung nach „ein politischer Grabenkrieg auf Kosten der Bürger.“ Mehrmals forderte der Sitzungsleiter lautstark zur Ruhe auf. Beobachtungen zufolge nur dann, wenn jemand aus der „Opposition“ sprach. Ein Anwohner dazu: „Hier herrscht Kasernenton, nicht Ratsarbeit.“

Während der Einwohnerfragestunde übergab der Vorsitzende zweimal einem anwesenden und ihm wohlbekannten Stadtsratsmitglied der BürgerNahen das Rederecht mit den Worten „an den Herrn dort hinten, dessen Name ich vergessen habe“. Das ist mehr als nur eine grobe Unhöflichkeit oder ein Eingeständnis persönlicher Demenz, das ist ein Zeugnis von Politikunfähigkeit.

Die gestellte Bürgerfrage, ob jemand aus dem Ortsrat in dem jetzt gerodeten Gebiet Bauplätze für sich oder seine Familie reserviert, Vorverträge oder Kaufabsichten geäußert hat, blieb übrigens weitestgehend unbeantwortet. Alle Mitglieder der „Opposition“ und zwei Mitglieder der Mehrheitsfraktion haben die Frage verneint.

Der Ortsbürgermeister hat dazu geschwiegen.
Er habe die Frage bereits beantwortet. Was nach Ansicht der BürgerNahen falsch ist, denn er hat nur gesagt, dass er dort bislang nichts gekauft hat. Und das ist definitiv richtig. „Man kann keine Grundstücke reservieren“, hat er gesagt. Und das ist definitv falsch.

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Die BürgerNahen: Zweieinhalb Hektar Wald sollen noch in dieser Woche gerodet werden.

Seit Dienstag wird wieder abgeholzt im Altenlingenr Forst: Informationen der BürgerNahen zufolge wird gerade ein etwa 2,5 Hektar großes Waldgebiet im Altenlingener Sand für den Einsatz des Harvesters vorbereitet. „Noch in dieser Woche soll hier alles gefällt werden,“ plaudert ein Waldarbeiter gegenüber den verwunderten Nachbarn und Mitgliedern der BI Pro Altenlingener Forst.“

Hier soll das Baugebiet entstehen. Bildquelle: bing.de

Grundlage hierzu ist ein Bebauungsplan aus dem Jahr 1969, der an dieser Stelle insgesamt 16 Baugrundstücke ermöglicht. Laut Pressemitteilung der BürgerNahen hat die Stadt Lingen den Erwerb der Flächen abgelehnt. Die Volksbank Lingen habe den jetzigen Eigentümern aber den Kauf und die Weitervermarktung zugesichert, sobald das gesamte Gelände komplett frei geräumt ist. Das bedeutet nach Informationen der BürgerNahen, dass sämtliche Bäume gefällt werden sollen und das Dünengelände geebnet wird. Ohne jegliches Umweltgutachten, was andernorts bei neuen Baugebieten zwingend notwendig ist.

Wir wissen mittlerweile, dass weder der Stadtrat noch der Ortsrat Altenlingen mit Ausnahme des Ortsbürgermeisters über die aktuellen Bauvorhaben informiert worden sind,“ sagt Marc Riße von den BürgerNahen und ergänzt: „Diese Maßnahme ist mehr als ein Schlag ins Gesicht von Baumschützern und Umweltaktivisten, sie führt die politischen Gremien gesamtheitlich vor.“ Auf Rückfrage stellen die BürgerNahen hierzu nachträglich klar, dass lediglich ein eventueller Kauf des Geländes durch die Stadt Lingen Thema im Ortsrat war.

Gerüchte, dass sich einzelne Mitglieder der politschen Gremien in diesem Wald Grundstücke vorab und zu günstigen Konditionen gesichert haben sollen, wollen die BürgerNahen nicht bestätigen.

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Marc Riße: „Endlich scheint ein wirklicher Kompromiss möglich.“

Wenn das Lingener „Ölwerk“ mehr Fläche für Bahnanschlüsse braucht, stehen die BürgerNahen dem grundsätzlich nicht im Wege: „Wir haben uns selber bei einer Betriebsbesichtigung davon überzeugen können, dass diese Raffinerie zu einer der effizientesten Anlagen Europas gehört,“ sagt Marc Riße.

Die BürgerNahen vertraten stets, dass im Altenlingener Forst „kein weiterer Baum mehr fallen darf“. Kompromissvorschläge haben sie bisher konsequent abgelehnt. Jetzt kommt nach Ansicht der Wählervereinigung endlich Bewegung ins Spiel. Riße betont: „Wenn die Gleisanlagen betrieblich nötig sind, tragen wir das gerne mit: Dann müssen die Bebauungspläne 19 und 20 sowieso geändert werden und die Nordtrasse ist damit endlich vom Tisch.“

„Wir brauchen aber exakte Informationen, Material von der PB, nicht von der Verwaltung“, sagt Robert Koop dazu. Er sieht das Vorhaben kritischer als Riße und fragt, weshalb nicht bei der Betriebsbesichtigung des Umweltausschusses kürzlich über diese Planungen gesprochen wurde. „Das schafft kein Vertrauen.“

Joachim Reul, Mitglied der BürgerNahen im Ortsrat Altenlingen, fragt, warum die Gleise nicht weiter nördlich angelegt werden können, dort seien nur Wiesen und Felder. Die ideale Lösung sieht nach Meinung der BürgerNahen so aus, dass die BP die Gleise erhält und die Altenlingener den Wald behalten. „Unterm Strich muss also kein Wald den Weichen weichen,“ meint Riße. „Das nenne ich einen tragfähigen Kompromiss für alle Beteiligten.“

Wie sich die BürgerNahen im Falle einer Abstimmung über das Vorhaben verhalten werden, liegt also ganz an den detaillierten Informationen und den Zugeständnissen der anderen Seiten. Bislang gäbe es nach Meinung der BürgerNahen nur Forderungen.

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von Joachim Reul

CDU Altenlingen (Pro) Für den Altenlingener Wald

Wir freuen uns, dass die CDU Altenlingen auf unseren Blog-Beitrag vom 19.08.2011 nahezu postwendend geantwortet hat. Auf einem knallgelben Zettelchen schickt die CDU Altenlingen den Anwohnern frohe Kunde ins Haus. Sie ist ganz plötzlich für den Erhalt des Altenlingener Waldes als ortsnahes Erholungsgebiet.

Allerdings wird dieses Bekenntnis sofort im zweiten Satz wieder zurückgenommen. Es soll nach den Vorstellungen der CDU eben DOCH weiter und noch umfangreicher als bisher abgeholzt werden:
1. zur Schaffung von wohnortnahen Arbeitsplätzen und
2. für den Bau der so genannten Nordtangente

Hierbei geht es um nichts anderes als die Erschließung neuer INDUSTRIEGEBIETE gemäß der Bebauungspläne 19 und 20.

Die CDU spricht sich im gelben Blättchen werbewirksam gegen immissionsträchtige Betriebe im Altenlingener Forst aus, obwohl aus dem einstigen Gewerbegebiet inzwischen ein INDUSTRIEGEBIET geworden ist. Genau dort und nur dort dürfen und sollen sich immissionsträchtige Betriebe ansiedeln. Die Altenlingener CDU kennt die von der CDU Stadtratsmehrheit beschlossene Ansiedlung eines Güterverkehrszentrums im Altenlingener Forst. Dies ist übrigens die emmissionsträchtigste Industrie überhaupt. Extremer Lärm rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr! Direkt vor der Haustür der Altenlingener und Heukampstanner Anwohner. Diese Lärmbelastung wird nun schönfärberisch als unverdächtiges Logistikzentrum mit der Aussicht auf wohnortnahe Arbeitsplätze verkauft!?

Doch damit nicht genug. Die CDU Altenlingen nimmt stillschweigend hin, dass ihre Freunde im Stadtrat und Rathaus eine Entlastungsstraße für die B 213 (Ausbau Ulanenstraße) beschließen, die den LKW -Verkehr in Richtung Altenlingen und hier auf den Forstweg lenken wird. Die den Anwohnern von Forstweg und Waldstraße drohende Lärmbelastung dient nun als Begründung für die zwingende Notwendigkeit der Nordtangente. Von der CDU wird schamhaft verschwiegen, dass es ohne deren Beschlüsse erst gar nicht zu einer Lärmbelästigung in Altenlingen kommen
würde. Diese Nordtangente macht tatsächlich aber erst die Erschließung des Industriegebietes im Altenlingener Forst möglich. NebenVerkehrslärm wird zusätzlicher Industrielärm die Altenlingener und Heukampstannener wach halten.

Mit immer neuen Ablenkungsmanövern will die CDU die Anwohner so lange einschläfern, bis diese erst vom Lärm wach gerüttelt werden! Dann aber ist es zu spät.

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Die Gefährdung des Altenlingener Forstes durch das Weiterbestehen der Bebauungspläne für industrielle Nutzung ist noch in der letzten Woche Thema bei einer Veranstaltung der BI Altenlingener Forst gewesen. Weitere Gefährdung des Altenlingener Forstes entstehen jedoch – von der Öffentlichkeit weniger bemerkt – durch die Planung einer Straße.

Die von der Stadt Lingen geplante „Entlastungsstraße“ für den Altenlingener Forst südlich der Raffinerie entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Belastungsstraße: und zwar für die Bewohner der Stadtteile Altenlingen und Heukampstannen. Ein ca. 30 ha großer Teil des Altenlingener Forsts wurde als Gewerbegebiet ausgewiesen und bereits 2009 teilweise gerodet. Für die geplante Anbindung dieses Gewerbegebiets an die B213 und insbesondere an die A31 ist die weitere Rodung von großen Teilen des Altenlingener Forsts notwendig. Den Altenlingener Forst in seiner Gesamtheit wird es dann nicht mehr geben.

Nach Ansicht der BürgerNahen wird die Lärmbelastung in den angrenzenden Stadtteilen stark steigen, da die neue Trasse nur ca. 500 m entfernt von Wohnbebauungen verlaufen wird. Die als Erschließungsstraße konzipierte sogenannte Nordtangente ist ein direkter Zubringer zur A 31, wodurch der Durchgangsverkehr im Norden Lingens stark zunehmen wird. Auch die Bewohner im Bereich Waldstraße und Forstweg werden sich auf eine höhere Verkehrsdichte einstellen müssen. „Die Lebens- und Wohnqualität in Altenlingen und Heukampstannen wird deutlich sinken“, so die BürgerNahen.

Deshalb fordern die BürgerNahen ein neues Verkehrskonzept, das den gesamten Lingener Norden, sowie die Stadtteile Brögbern und Damaschke durch weiträumige Umleitung des Schwerverkehrs entlastet. Der Bau der Nordtangente durch den Altenlingener Forst ist keine Lösung. Langfristig muss die B 213 nach Westen verlagert werden und der Schwerverkehrs über die Europastraße E 233/B 402 geleitet werden.

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Ökonomisch und ökologisch von Vorteil

Lingen. Die Lingener Wählervereinigung „Die Bürgernahen (BN)“ hat vorgeschlagen, an den Rändern der abgeholzten Fläche östlich der Waldstraße in Altenlingen neue Windkraftanlagen zu errichten. Unterhalb der Rotoren könne unterpflanzt und rundherum aufgeforstet werden, heißt es in einer Mitteilung der BN.

„Wir sind die einzige politische Kraft, die weiterhin uneingeschränkt für die Wiederaufforstung des gerodeten Altenlingener Forstes eintritt.“ Das unterstrich am Mittwochabend der zweite Vorsitzende der Bürgernahen, Marc Riße, bei der Mitgliederversammlung der Lingener Wählergemeinschaft.

Riße: „Unsere Idee: Die Betreiber der Windenergieanlagen zahlen jährlich hohe, deutlich fünfstellige Pachten an den jeweiligen Grundstückseigentümer. Das ist in diesem Fall die Stadt Lingen. Auf diese Weise könnten die für die Flächen aufgewendeten ca. 350000 Euro in wenigen Jahren zurückgezahlt werden. Unser Modell praktiziert ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit.“

Skeptisch steht die Wählervereinigung den von einzelnen Grundeigentümern forcierten Plänen gegenüber, in Wachendorf nördlich des Autobahnzubringers (Kreisstraße 321) zahlreiche Windkraftanlagen aufzustellen. „Die dafür vorgesehenen Flächen liegen mitten im Landschaftsschutzgebiet Emstal, dessen Ziele ganz andere sind, als dort Energieerzeugung zu betreiben.“ Es treffe zwar zu, dass trotz Wallhecken und Ackerstreifen der ökologische Wert der vor allem zum Maisanbau genutzten Flächen geringer sei als früher. Aber dies dürfe nicht dazu führen, dort jetzt durch Energieanlagen noch weniger für die Umwelt zu tun, sagte Riße.

Vielmehr müssten die sichtbaren Defizite beseitigt werden, sagte der BN-Politiker, der sich zugleich enttäuscht zeigte, dass der in diesem Bereich vor 30 Jahren eingerichtete Modellflugplatz zum Jahresende wegen der Windenergie-Pläne aufgegeben werden müsse. „Der Modellflugverein steht vor dem Dilemma, sich im Wettbewerb gegen verpachtete Maisanbauflächen ein neues Gelände suchen zu müssen. Das wird nicht einfach werden.“

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von BN Joachim Reul

Die CDU Altenlingen hat mit Ausgabe 9 /Jahrgang 2011 der „Glocke“ den Wahlkampf eröffnet.

Hier brüstet sich die CDU damit, die Kaufpreise im neuen Baugebiet hinter der Altenlingener Grundschule durch ein Bieterverfahren für einige wenige (natürlich die attraktivsten) Bauplätze auf einen Quadratmeterpreis unter 140 Euro gedrückt zu haben (nämlich auf unglaubliche € 139 !). Dafür müssen die Käufer der Sahnestücke mindestens € 154 berappen. Eine tolle Erfindung der CDU! Allerdings sollte man festhalten, dass es andernorts durchaus gang und gäbe ist, die Preise nach Attraktivität (vor allem Lage) zu staffeln. Gratulation, liebe Freunde von der CDU! Ihr seid ja tatsächlich noch lernfähig.

Dass dieses auf Initiative der CDU erschlossene Neubaugebiet gerade in einem von Einfamilienhäusern dominierten Umfeld durch jedes zusätzlich angebotene Baugrundstück den Wert der bebauten Grundstücke verringert, verschweigt uns die angeblich so bürgernahe Partei geflissentlich. Denn mit jedem zusätzlichen Baugrundstück wird die Nachfrage nach einem bebauten Grundstück verhindert. Der Bestand wird so nach und nach leer stehen, während neue Grundstücke diese Entwicklung nur verschärfen.

Wer als Hausbesitzer in Lingen CDU wählt muss sich darüber im klaren sein, dass er mit jeder Stimme für die CDU sein Haus ein wenig unverkäuflicher macht. Die BürgerNahen wollen das nicht. Wir sind GEGEN die inflationäre Angebotsausweitung von Baugebieten. Das bringt zwar Geld in den Stadtsäckel, das aber nur zu Lasten der Besitzer von bestehenden Wohnimmobilien!

Erstaunlich ist auch, wie sich die CDU in der „Glocke“ bei den Mitgliedern des ASV und des Schützenvereins St. Sebastian Altenlingen anbiedert. Noch viel mehr muss allerdings erstaunen, dass sie den Eindruck zu erwecken sucht, die von Amts wegen zu parteipolitischer Neutralität verpflichtete Leiterin der Altenlingener Grundschule sympathisiere mit der CDU. Es ist schwer vorstellbar, dass die Schulleiterin ihre in der „Glocke“ abgedruckten Zeilen an eine Partei, namentlich die CDU gerichtet hat. Diese allgemein gehaltene Aussage der Schulleiterin wird in „Die Gocke“ jedoch in einen Zusammenhang gestellt, der dies nahelegt. So bitte nicht, liebe CDU!

Die CDU Mehrheit im Stadtrat hat mit ausdrücklicher Unterstützung der CDU Altenlingen bereits dafür gesorgt hat, dass ein Teil des Schutzwaldes südlich der Raffinerie (Bebauungsplan 20) der Kettensäge zum Opfer gefallen ist und hier noch weiterer folgen wird.

Jetzt weisen die die CDU Kandidaten aus Altenlingen verharmlosend darauf hin, dass für sie der Bebauungsplan Nr.19 ein wichtiger Bestandteil ihrer „Verkehrspolitik“ sei. Dass sich hinter diesem Bebauungsplan noch weit mehr versteckt als der Bau einer Straße , wird auch geflissentlich verschwiegen. In für die CDU bewährter Manier sollen sich die Leute doch bitte selbst schlau machen, wenn sie auch die unangenehmen Details erfahren wollen. So das Verständnis von Bürgernähe bei der CDU.

Es ist eben nicht nur der in der „Glocke“ angekündigte Bau einer Entlastungsstraße bis zur Wachendorfer Brücke. Einfach verschwiegen wird nämlich, dass diese Straße zunächst mitten durch den Altenlingener Forst führt, um dann auch noch durch das Landschaftsschutzgebiet zwischen Meppener Straße und der Ems zu verlaufen. Dass solche Straßenbauten in einem Landschaftsschutzgebiet rechtlich gar nicht zulässig sind, kann eine CDU nach über 50 Jahren Alleinherrschaft offensichtlich nicht mehr beeindrucken.

Verschwiegen wird auch, dass mit diesem Bebauungsplan NR. 19 auch ein weiterer, mehrere 100 Meter breiter Streifen Waldes parallel zur Grenze der Raffinerie zwischen Waldstraße und Kanal zur Rodung für Industrieansiedlung freigegeben wurde.

Einmal mehr beweist die CDU hier, wie man durch geschicktes Weglassen von für die Bürger wesentlichen Informationen den rechtzeitigen Protest der Wohnbevölkerung verhindern will. Weder die Rodung Hunderter Hektar Wald, noch die Planung einer Fahrbahntrasse mitten durch ein Landschaftsschutzgebiet ist für die Vertreter dieser Partei ein Problem. Die Bürger werden zu gegebener Zeit genau wie schon beim Bebauungsplan 20 vor vollendete Tatsachen gestellt. Wenn sie es merken, ist es für Einsprüche zu spät. Wie gehabt werden dann wieder in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Fakten geschaffen. Die CDU Vertreter werden die Bürgern dann wieder einmal schulterzuckend darauf verweisen, dass sie doch nicht zuletzt in der „Glocke“ Ausgabe 9 im Jahr 2011 auf diesen Bebauungsplan Nr. 19 aufmerksam gemacht haben.

Und wird erst einmal mit freundlicher Unterstützung der Parteifreunde in Hannover für die Trasse im Landschaftsschutzgebiet eine Ausnahmegenehmigung erteilt, ist die Genehmigung von riesigen Windkraftanlagen im dann rechtlich bereits aufgeweichten Schutzgebiet Wachendorf nur noch eine Formsache. Für den einen oder anderen Parteifreund wäre das eine feine Sache. Die bringen dieses Thema bekanntlich schon seit Jahren immer wieder auf die Tagesordnung.

Wie wichtig die Schutzwaldfunktion des Altenlingener Forstes tatsächlich ist, haben wir gerade erst bei der Explosion eines Tankschiffes im Hafen der Raffinerie erlebt. Das berechtigte Interesse der Bürger nicht nur in Altenlingen und Heukampstannen am Erhalt dieses Schutzwaldes und auch an der Wiederaufforstung des bereits gerodeten Teils wird von der sich selbst als bürgernah bezeichnenden CDU hartnäckig ignoriert.

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