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Archive for the ‘Bildung’ Category

„Alle Jahre wieder auf der Schulausschusssitzung…. Das Franziskusgymnasium erhält jährlich einen Geldbetrag in Höhe von 4.600 € aus dem städtischen Etat, befindet sich selbst aber nicht in der Trägerschaft der Stadt. Durch die Vertreterin des Stadtelternrates Regina Brejora wird dieser Betrag – eben auch alljährlich – in Frage gestellt. Zu Recht – muss das Franziskusgymnasium doch keinerlei Rechenschaft über die Verwendung des Betrages ablegen. Nach Hinterfragung durch an der Sitzung teilnehmender Elternvertreter wurde die Bezuschussung mit Tradition und politischem Willen begründet. Andere Lingener Schulen könnten sich ja auch bewerben und einen Antrag stellen (das FG muss es nicht?). Ohne Frage, ich finde es gut, dass die Stadt 4.600 € aus ihrem Haushalt für Schüler und deren Bildung freiwillig zur Verfügung stellt, aber warum nicht für alle gleich? Es sind schließlich die Steuergelder aller Lingener Eltern und darum sollten auch alle davon profitieren, oder? Leider kennen den Sachverhalt nur sehr wenige…. Mich enttäuscht es immer wieder aufs Neue, dass man sich „christlich“ nennt, aber sich diesen Werten anscheinend nicht unbedingt verpflichtet fühlt.“

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In der heutigen Zeitung (10.12.09) befindet sich auf Seite 1 ein Artikel zu genau diesem Thema.

Darin wird kontinuierlich der Eindruck vermittelt, dass die Hochschulen bei der Umsetzung der Reform sozusagen ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten. Dem ist m.E. absolut nicht der Fall. Vielmehr wurde der Wechsel von dem bisherigen Modell Diplom zu Bachelor und Master von der Politik sowie der Industrie gewünscht. Vorgaben über Gesamtdauer,  Portierbarkeit, Studierbarkeit, etc.  wurden „von oben“ gemacht.  Sich jetzt darüber aufzuregen, dass das Ganze suboptimal ist, mit irgendwelchen Allgemeinplätzen wie Studierbarkeit zu kommen, die  ja wirklich gewährleistet wurde, ist lächerlich. Das klingt so, als wenn derjenige, der in einen Diebstahl involviert ist, dann mit einem klaren „Haltet den Dieb!“ nachträglich seine Unschuld beteuert.  Dass nahezu alle Studiengänge auf eine Gesamtdauer von sechs Semestern ausgelegt sind, kann man sich doch wirklich auch im Vornherein überlegen:

Warum sollten gerade „unsere“ Studenten dann erst ein Semster später fertig werden und dann nicht wie andere  direkt in das Masterprogramm einsteigen können?

Wieso sollten wir ein Studium (Master)  mit einer Gesamtdauer von nur drei Semestern, von denen noch ein Semester für ddie Abschlussarbeit abgeht, konzipieren?

Konstruktiver Vorschlag: Man könnte die Studierenden wie auch die Firmenvertreter ja mal befragen, ob sie evtl. das alte bewährte Diplom wieder einführen würden?! Möglicherweise zeigt sich hier, dass eine Reform u.U. gar nicht so gewünscht wird. Oft gibt es Reformideen, die sozusagen von oben herab ohne genaue Analyse der Konsequenzen präsentiert werden. Einige davon – zumindest im schulischen Bereich – wurden mit unendlichen Vorschusslorbeeren eingeführt, dann nach Jahren wieder sang- und klanglos eingestampft.

Zurück zum Studium:  Es hiess doch „Studienzeiten flexibler gestalten“! Warum dann nicht eine Studiendauer von wahlweise 6, 8 oder  10 Semester mit entsprechenden Abschlüssen ??

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Studiengebühren

Sicherlich gab es damals bei der Einführung der Studiengebühren genügend gute Gründe für eben diese Gebühren wie z.B.  „Verbesserung der Lernbedingungen, Kostenbeteiligung von Langzeitstudierenden,  etc.“.  Gleichzeitig konnte man schon damals festhalten,  dass das einzige echte  Pfund, mit dem wir wuchern können, gerade die Bildung ist. Da macht es doch nicht unbedingt Sinn, Studierende, die ja nicht wirklich das gutbetuchte Klientel sind, zu besteuern bzw. mit Gebühren (500€ pro Semester) zu belasten. Man könnte  im Prinzip genauso darüber nachdenken, Gymnasiasten mit einer derartigen Gebühr zu überziehen.

Nachdem jetzt aber die wirklich erforderlichen und sinnfälligen Maßnahmen umgesetzt/finanziert wurden, und trotzdem wohl noch jede Menge Geld übrig ist,  entwickeln sich immer mehr Stilblüten   (vgl. Sendung EXTRA DREI vom 22.11.09), deren Sinnfälligkeit manchmal weder den Studierenden noch der Bevölkerung vermittelt werden kann.

Es ist schon absurd, da hat man einen Haufen Geld, kann leider (!!) durch Vorgaben woher auch immer nicht das bezahlen, was sinnfällig ist, sondern überlegt sich irgendeine sinnige (aber wohl nicht für alle einsichtig) Verwendung. Nächstes Jahr hat man dann ja wieder nochmal dasselbe Problem!

Eine naheliegende Idee ist leider aufgrund von Vorgaben nicht möglich, sollte aber trotzdem einmal indirekt angesprochen werden:

Wie war das damals bei der Diskussion um Pelze?

Wer braucht/liebt die Pelze am meisten ?
Antwort:  Die Pelztiere selber !

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Heute (28.10.09) konnte man der LT auf einer kompletten Seite (Bericht) entnehmen, dass und wie eine Integration der BA-Studiengänge in die FH geplant ist.

Man könnte sich fragen, ob durch übermäßiges Jubilieren etvl. auch dumpfe, kritische Untertöne überdeckt werden soll(t)en.

Man könnte sich ferner fragen, warum keiner der Vertreter der beiden langfristig in Lingen ansässigen Departments erwähnt wurde.

Man könnte sich fragen, ob das im Bericht erwähnte „Zusammenwachsen dessen, was zusammengehört“ wirklich so ist oder ob bereits bei den Eingangsvoraussetzungen (siehe Bericht, Voraussetzung: Abitur versus Fachhochschulreife)  der Studierenden gravierende Unterschiede existieren könnten. Möglicherweise könnten sich diese Unterschiede auch durch den Studienverlauf ziehen (siehe auch Bericht).

Man könnte sich fragen, wie und warum eigentlich der „Wechsel des Personals“ geplant ist; dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die BA WOHL ? weiter existieren soll und auch weiterhin von Kreis und Stadt bezuschusst  (siehe Bericht).werden soll!? Vorsorglich: Insiderwissen habe ich zu diesem Punkt wirklich (leider) nicht.

Man könnte sich auch fragen, wie und auf welche Positionen die Lehrenden der BA übernommen werden könnten. Möglicherweise kommen hier nur Professorenstellen in Frage ?

Man könnte sich fragen, welche Vorteile die einzelnen Institutionen durch derartige „Überführungen“ haben. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach möglichen Rückfallpositionen.

Man könnte sich beim letzten Satz auf der Seite fragen, ob das so gemeint gewesen war, wie es geschrieben steht. Möglicherweise könnte man vermuten, dass die Lehrenden dieselben bleiben könnten, aber künftig qua Amt zu Professoren (Überführung des Personals! Siehe Bericht)  werden könnten. Das könnte bedeuten, dass man als privatwirtschaftlich Bediensteter sozusagen durch ein Tor des Glücks schreiten und dann auf der anderen Seite des Tors ohne Berufungsverfahren als Professor (möglicherweise auch noch  mit Pensionsansprüchen)  ankommen könnte? Wenn man den Jetzt-Stand analysiert, sind m.E. die Lehrenden der BA im Regelfalle keine Professoren. Wenn sie aber in die FH wechseln könnten, …

Halt, das ginge  ja alles gar nicht, da gibt es das NHG (Niedersächsisches HochschulGesetz).  Außerdem gibt es einen exzellenten Ruf, den die FH OS (und speziell der Standort) haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diesen über eine derartige mögliche  Berufungspraxis auch nur ansatzweise riskiert zu verlieren.

Dr. Reinhard Rauscher

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Auf den Leserbrief meines Sohnes Florian von 22.10.09 zu o.g. Thema in der Lingener Tagespost  Bericht_LT  (Übrigens: Wir Eltern haben da definitiv kein einziges Wort geschrieben/korrigiert!!!) kam gestern abend ein Mitarbeiter der Grafschafter Nachrichten (GN) und überreichte uns ein Exemplar der GN vom 17.10.09, in dem auf Seite 18 ebenfalls ein Bericht Bericht_GN zu ebendieser Veranstaltung zu finden war.

Welch ein Unterschied !!??

Der geneigte Leser möge sich beide Berichte einfach einmal vor Augen halten und sich dann fragen, ob etwaige Formulierungen wie Jubelpostille, Hausberichterstattung nicht durch derartige einseitige Berichterstattungen ihre Daseinsberechtigung finden könnten. Es wäre möglicherweise angeraten, die m.E. viel zu häufig vorgenommenen (und keineswegs auf die Mehrheitspartei beschränkten) Berichte des Inhalts wie : „Beeindruckt zeigte sich …“, „Es informierten sich …“ in der Anzahl zu reduzieren.

Noch eins: Einen Kritikpunkt hatte ich bei demLeserbrief meines Sohnes. Den Leser wird es überraschen, aber ich mein(t)e: Dr. Kues kann ja wirklich nichts dafür, dass die Zeitung den Artikel derartig politiklastig aufbläht.

Ja, da gab es im Leserbrief einen Absatz, in dem die Rolle der Zeitung angesprochen wurde; leider hat den jemand im Rahmen der Kürzung des Artikels rausgenommen. Pressefreiheit ?

Auf der anderen Seite ist aber wirklich erfreulich, dass derartige Leserbriefe veröffentlicht und auch von Mitarbeitern der verschiedenen Zeitungen gelesen werden.

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