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Archive for the ‘Emslandarena’ Category

Erstmal weg damit!

Emslandarena: Hunderte Bäume werden gefällt – Wehklagen kommen zu spät!

Vor einigen Wochen wurden die Lingener Bürger – also auch die BürgerNahen – über die Tagespresse darüber informiert, dass ab Mitte November die ca. 20.000 qm große Grünfläche zwischen der Lindenstraße und dem Kirmesplatz „geräumt“ werden soll (Ver- und Entsorgungsleitungen, Fällen der Bäume, Abschieben von Oberboden), um dem Generalunternehmer für den Bau der Emslandarena ein geeignetes Baufeld zu überlassen.

Da zu diesem Zeitpunkt (und bis heute immer noch) nicht feststand, wer dieser Generalunternehmer sein wird, hat unsere BN-Fraktion in der letzten Ratssitzung beantragt, keine vorbereitenden Maßnahmen durchzuführen bis zur Feststellung des öffentlichen Ausschreibungsergebnisses. Denn erst dann wissen wir Lingener, was an steuerlichen Belastungen in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommt.

Leider wurde dieser Antrag (bei vier Ja-Stimmen von uns, einer weiteren Ja-Stimme und einer Stimmenthaltung) abgeschmettert. Also werden Hunderte von Bäumen unwiderruflich abgeholzt. Das Verfahren erinnert uns sehr an den Altenlingener Forst! Im Bereich des Toilettengebäudes sind schon quasi alle Bäume (zum Teil mit einem Stammdurchmesser von 70 Zentimetern) abgeholzt worden. In den nächsten Tagen ist dann wohl die Riesenfläche zwischen dem Strootbach und der Lindenstraße mit rund 200 Bäumen dran. Die Lingener Bürger können sich auf ein trostloses Bild vorbereiten.

Und was kommt dann?
Die BürgerNahen gehen davon aus, dass die vom Rat auf knapp 19 Millionen Euro begrenzten Baukosten (zuzüglich Mehrwertsteuer!)nicht eingehalten werden können. Somit gibt es bisher KEIN Votum des Rates für die Arena!

Darüber hinaus rechnen wir mit erheblichen Mehrkosten, weil eben doch eine Bodensanierung wegen Altlasten erforderlich werden wird! Der Baugrund in der sumpfigen Grünfläche ist problematisch und es ist völlig ungeklärt, was sich dort alles noch im Boden befindet. Von Chemikalien aus früheren Nutzungen der Gegend bis hin zu Fliegerbomben – wir sind auf einige Überraschungen gefasst!

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von BN Joachim Reul

OB Krone ist laut LT froh, dass Lingen eine der Städte ist, in der die Ausstellung „Vielfalt viel Wald“ zu sehen ist. Die Ausstellung ist noch bis 30.6. im Rathaus zu besichtigen.

Dieses Mal vor einem Holzquader und mit einem Erdbeerbaum in der Hand läßt sich Krone einmal mehr für die Lingener Tagespost ablichten. Der Erdbeerbaum soll, so Krone, im Bereich der Lingener Innenstadt angepflanzt werden. Ob der Holzquader, vor dem unser OB posiert, aus Bäumen gesägt wurde, die im ehemaligen Altenlingener Schutzwald zwecks nicht geglückter Industrieansiedlung gefällt wurden, ist nicht überliefert.

Als Werbung für eine Ausstellung zum Thema Wald läßt sich da einer mit einem Bäumchen in der Hand ablichten, der mit einem falschen Versprechen zu eben diesem Thema Wald in sein Amt gewählt wurde. Er wollte nach seiner Wahl zum OB dafür sorgen, dass der Altenlingener Forst wieder aufgeforstet wird. Inzwischen hat er dieses Versprechen lange vergessen. OB Krone hat sich gewandelt von einem Befürworter des Aufforstens zu einem entschiedenen Verteidiger der Industrieansiedlung. Angeblich wegen bereits in nicht annähernd belegbarer Millionenhöhe getätigter Investitionen, die bei Aufforstung verloren wären.

Genau wie die Ernsthaftigkeit seines Versprechens vor seiner Wahl hat sich auch seine Aussage zum Millionenaufwand wieder als nicht belastbar erwiesen. Die von ihm in den Raum gestellten hohen 7-stelligen Beträge entpuppten sich bei genauerem Hinsehen als „nur“ € 150.000. Immer noch viel Geld, doch aus der Sicht unseres OB sind € 150.000 nach eigenem Bekunden anderweitig nicht wirklich erwähnenswert.

Immerhin ließ Krone die staunenden Zuhörer vor kurzem anläßlich einer Bürgerversammlung zur Präsentation eines Gutachtens zu Neubau respektive Anbau der geplanten Emslandarena wissen, dass ihn laut Gutachter zu erwartende Kostenüberschreitungen nicht weiter schrecken. Das sehe er sportlich. Zudem sei er zwar kein Hellseher, aber gesichert sei, dass die Stadt wieder über eine so hervorragende finanzielle Ausstattung verfüge, dass auch ungeplante Kostensteigerungen problemlos finanziert werden könnten. So ließ er uns sinngemäß wissen.

Immerhin prognostizierte der Gutachter alleine beim Rohbau der Arena um sage und schreibe € 5.000.000 höhere Baukosten, als sie die Planung der Stadt vorsieht! Auch im Rat der Stadt scheint das außer Robert Koop niemanden zu schrecken.

Da möchte man OB und Stadträte doch gerne fragen, warum bei der Arena viele ungeplante aber vorhersehbare Millionen Mehrkosten kein Problem sind, beim Altenlingener Forst jedoch ein exakt feststehender Abschreibungsbedarf von € 150.000 eine unüberwindbare finanzielle Belastung darstellen? Mit welcher unnachahmlichen Logik ist dann aber ein bereits beschlossener Aufwand von jährlich € 200.000 zur Schaffung eines neuen Schutzwaldes vertretbar, der zweifellos nie ein Schutzwald sein wird? Immerhin könnte man schon mit dem Aufwand nur eines einzigen Jahres den gerodeten Altenlingener Schutzwald wieder aufforsten. Und damit einen hohen Millionenbetrag für einen Pseudo- Schutzwald einsparen. Wird im Rathaus nicht mehr gerechnet, sondern nur noch trotzig durchgehalten?

Bemerkenswert ist auch, dass ausgerechnet der wortbrüchige OB nun im „Jahr des Waldes“ Werbung für eine Ausstellung im Rathaus zum Thema Wald macht. Zu diesem Thema ist Krone wirklich kein glaubwürdiger Werbeträger!

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Unrealistisch

In einer heutigen Pressemitteilung spricht sich die Lingener SPD für den Neubau der Emslandarena und damit gegen den Ausbau der Emslandhallen aus. Begründet wird diese Entscheidung u.a. mit einem angeblich neutralen Gutachten, das für beide Varianten Baukosten in ähnlicher Höhe veranschlagt. Gleichzeitig sieht die SPD die aus dem Gutachten hervorgehenden Kosten für den Neubau als zu niedrig an. Höhere Baukosten für einen Neubau würden aber den Kostenvorteil der Anbauvariante steigern.
Weshalb also wird die „unrealistische“ Neubauvariante bevorzugt?

Die BürgerNahen halten übrigens das ganze Gutachten für unrealistisch (hier und

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In der IT-Halle wurde gestern interessierten Bürgern das unabhängige Gutachten  zum Thema Emslandarena vorgestellt.  Nach medialem Durchwinken in den letzten Tagen und Wochen war die Teilnahme merklich geringer als bei den Diskussionen der letzten Monate.
Was das Gutachten gekostet hat? Das konnte OB Krone leider nicht so genau sagen, darüber hätte man noch nicht so genau gesprochen, aber wohl im unteren fünfstelligen Bereich.
Die Darstellung der unterschiedlichen Varianten war leider trotz oder vielleicht wegen der fachkundigen Darstellung für den Laien oft nicht nachzuvollziehen. Tabellen wurden ohne grundlegende Erklärung nur ausschnittsweise demonstriert.
Was bleibt als Eindruck hängen? Die Neubaulösung wird favorisiert.
Wichtigstes Argument scheint zu sein, dass man bei Trennung der Baukörper die Emslandhallen später – in nicht zu ferner Zukunft? – abreißen kann, ohne die Arena abspalten zu müssen. Und so kann die Lichtspange im Betonbaukörper mit LED-Beleuchtung auf Dauer in den Tiefen neben der Brücke den Leuchtturm spielen. Nicht zu vergessen die Gestaltung der Hinterhoffassade mit auflockernden Toreinfahrten.
Allerdings – diese Ansicht wurde nicht gezeigt. Tröstlich, dass der Baumbestand in der warmen Jahreszeit davon ablenken mag.
Ein weiterer Vorteil sei die Möglichkeit zu Parallelveranstaltungen in Arena und Hallen. Ob hierzu ein Bedarf bestünde? OB Krone gab an, man habe in der Tat schon einmal eine Veranstaltung absagen müssen, weil andere Buchungen vorlagen. Zahlen – die gab es leider nicht.
Genauso wenig konnte OB Krone oder Stadtbaurat Lisiecki angeben, welche Kennzahlen an Veranstaltungsflächen pro Einwohner für ein Mittelzentrum oder auch ein Oberzentrum üblich sind. Keine Angabe, welche Fläche insgesamt in Lingen schon vorgehalten werde. Keine Antwort auf die Frage, wie mit anderen Veranstaltungsorten in Zukunft umgegangen werden solle. Beruhigend die Darstellung der Architekten, dass die Arena sowohl Märkte (ade Emslandhallen), kleinere und größere Theater- und Konzertveranstaltungen (ade historische Wilhelmshöhe und ade Theater) aufnehmen kann. Die Halle IV wird wohl schon für die Hochschule eingeplant, so OB Krone, und vielleicht findet sich auch noch etwas für Kulturforum St. Michael, Professorenhaus und Burgtheater.
Nah am Bürger zeigte sich OB Krone in seinen Äußerungen, dass die Arenabesucher nach der Veranstaltung durchaus noch etwas Zeit in den großzügig bemessenen Sanitäranlagen verbringen könnten. Bei Parallelveranstaltungen wird der Parkraum jedoch doppelt verplant, sowohl für die Besucher der Arena wie die der Märkte und Messen. Unklar auch, wie man die – immer noch vorhandene – Option auf 4.000 Besucher mit den für 2.500 Besuchern ausgelegten Parkplätzen realisieren will.
Ganz zu schweigen von der nicht geklärten Verkehrsführung mit gleichzeitigem Zu- und Abstrom der Fahrzeuge bei Parallelveranstaltung.
Die Fläche zwischen Arena und Halle ist wahlweise Flaniermeile oder Durchfahrt, wahlweise Hin – oder Rückreisestrecke und vielleicht zum Schutz der Wandergäste auch überspannt von einer Brücke zwischen beiden Baukörpern.
Energisch wurde OB Krone von Ratsmitglied R. Koop auf einen Fehler hingewiesen. Koop konnte detailliert nachweisen, dass die Stadt Lingen in den vergangenen Jahren unter H. Pott, anders als von Krone dargestellt, die Verschuldung zurückfahren konnte. OB Krone wollte sich noch genauer informieren. Nach dieser Festlegung waren keine Angaben zur finanziellen Belastung durch die Arena mehr von ihm zu erhalten. Man solle sich einfach mal freuen auf die neue Halle. Weder die Entwicklung der städtischen Finanzen noch der Baukosten sei ohne Hellsehen einzuschätzen.

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Nun wurde das von den BürgerNahen geforderte unabhängige Gutachten zur Arena vorgestellt, dessen Ergebnis uns nicht wundert: Nur der Neubau einer alleinstehenden Halle könne die Bürger glücklich machen.

Uns liegt das Gutachten seit heute vor und wir sind dabei, es zu analysieren. Unser erster Eindruck ist: Unabhängig ist es nicht. Das Geld dafür hätte man sich nach Ansicht der BürgerNahen sparen können. Weil wir Steuerzahler es bezahlt haben, (klick: 3,2 MB pdf) veröffentlichen wir es hier. „Die vorliegende Bewertung ist urheberrechtlich geschützt. Es ist ausschließlich für die Verwendung durch die Stadt Lingen erstellt.“ Dazu zählen wir uns. Unsere ersten Eindrücke:

– Auf Nachfragen bestätigte der Gutachter, dass die Vergleichszahlen nur „in Relation zueinander“ analysiert werden sollten. Es ging in der Aufgabenstellung nur um relative Zahlen, nicht um absolute. Das bedeutet: Die günstigere und kleinere „Anbau-Alternative“ wurde flächenmäßig hochgerechnet auf die Einzelanlage und scheint damit „relativ“ teuer.

– Auf Nachfrage nach der Herkunft verschiedener Zahlen antwortete der Gutachter: „Diese Zahl wurde uns so vorgegeben.“

– Der Kostenbegriff wird an mehreren Stellen falsch verwandt. Grundstücke werden nicht abgeschrieben und ihr Kauf verursacht keine Kosten. (Nähere Infos hierzu auf Anfrage.)

– Schallschutz, Boden- und Parkplatzsituation wird bei der Einzelvariante positiv bewertet, bei der integrierten Lösung aber negativ. Das haben wir noch nicht verstanden. Wir werden weitere Fragen stellen müssen.

– Die laufenden Kosten der kleinen und der großen Arena-Variante wurden nicht berücksichtigt, denn „die bezahlt ja der Mieter“. Personal-, Energie- und Reinigungskosten seien also kostenneutral. Wir fragen: Wer ist denn der Mieter? Und vermuten: Eine stadteigene Gesellschaft. Kostenträger: Wir Steuerzahler. Es sei denn, es gibt Vermietungspläne von denen wir noch nichts wissen.

– Die Emslandhallen, die vor 20 Jahren für 20 Millionen D-Mark (!) gebaut wurden, stehen heute angeblich noch mit über 16 Mio Euro in der Bilanz. Wir fragen, wie dieses Abschreibungsmodell heißt. Gutachter: „Diese Zahl wurde uns so zur Verfügung…“

– Beeindruckend ist das Einzugsgebiet der neuen Halle (Seite 29). Die Besucher aus Ammersfort, Neuss, Porta Westfalica oder Bremen brauchen einen sehr schweren Gasfuß, um ihre Wunschveranstaltung in der angegebenen Fahrzeit zu erreichen. Die dringende Frage lautet aber: Warum verschulden wir Lingener uns derart, um diese Gäste hier zu begrüßen?

Detaillierte Ergebnisse folgen, sobald wir das Zahlenmaterial komplett analysiert haben. Augenblicklich sieht es so aus, dass wir von Baukosten über 25 Millionen Euro sprechen- während sich in unseren Turnhallen die Fußböden auflösen, Eltern Kindergartenbeiträge zahlen oder Klassenzimmer streichen. Das ist nicht Leuchtturm, das ist Nebellampe.

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Die FDP ist lange als Partei der Besserverdiener geschmäht worden, ob sie es besser verdient, muss sich noch zeigen – heute ergibt sich in Bremen die erste Gelegenheit, den Rösler-Effekt als Gegenmittel zu beurteilen.

In Lingen jedenfalls bleibt die FDP sich treu. Zwar gab es Mitte April die Aussage, der Verwaltungsausschuss, dem auch J. Beeck angehört, habe sich einhellig für eine Überprüfung der Planungen zur Emslandarena durch einen unabhängigen Gutachter ausgesprochen.

An einer sachlichen Auseinandersetzung zeigt die FDP sich jedoch nicht interessiert.  In einer plumpen Art betont die FDP-Fraktion, sich ohne Wenn und Aber zu trauen, die Emsland-Arena zu „wollen“.  Sie setzt dabei auf die Schnäppchen-Mentalität der Menschen – greift zu, sonst entgehen euch die 10 Millionen, einmalige Gelegenheit!

Mit diesem Text beleidigt die FDP die mitdenkenden Lingener Bürger, die sie vielleicht in der Vergangenheit noch gewählt haben. Wozu ein Gutachten bestellen, wenn von vornherein klar ist, dass man es nicht berücksichtigen wird? Oder: soll hier angedeutet werden, dass das Ergebnis mit Auftragstellung bereits bekannt war?

Wenn die FDP es besser weiß, ……

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Wie gut zu lesen, dass die Stadt Lingen nun doch tatsächlich unabhängige Gutachter beauftragen will, die Varianten der Emslandarena-Planung prüfen zu lassen! Der öffentliche und private Protest hat den Verwaltungsausschuss überzeugt,  dass dies die einzige Möglichkeit ist,  zu einer vertretbaren Lösung zu kommen. Die BürgerNahen begrüßen diese Entwicklung hin zu einer sachlich-rationalen Politik und einer transparenten Entscheidungsfindung.

Zitat aus der Ems-Vechte-Welle:

‚“Die Stadt Lingen lässt den so genannten Meyerhoff-Vorschlag zum Bau der Emslandarena nun doch von einem unabhängigen Gutachter überprüfen. Das hat die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Der Verwaltungsausschuss habe dies einmütig befürwortet. Die Verwaltung habe bereits in der letzten Woche Kontakt zur Architektenkammer und zu relevanten Fachverbänden aufgenommen. Dort habe man um Empfehlung von Gutachtern gebeten, die Erfahrungen im Bereich Entwicklung und Bau von Veranstaltungshallen nachweisen können. Entsprechend dieser Empfehlungen sei beabsichtigt, ein Gutachterbüro zu beauftragen, welches am bisherigen Verfahren nicht beteiligt gewesen sei, heißt es weiter. Der Meyerhoff-Vorschlag sieht vor, die Arena in die bestehenden Emslandhallen zu integrieren und nicht einen Neubau zu errichten.“

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