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Archive for the ‘Mittelbahnsteig’ Category

Vortrag der Fraktion Die BürgerNahen zur Beschlussvorlage Nr. 189/2017 der gemeinsamen Sitzung des Betriebsausschusses Zentrale Gebäudewirtschaft und des Planungs- und Bauausschusses:
Umgestaltung Bahnhof Lingen / hier: Durchführung eines Realisierungswettbewerbes für die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes

Die Fraktion der BürgerNahen (BN) schlägt vor, das Bahnhofsgebäude maßgeblich zu einem touristischen und infrastrukturellen Knotenpunkt umzugestalten.

Das Bahnhofsgebäude ist ein Wahrzeichen Lingens und steht aufgrund seiner stadtgeschichtlichen und architektonischen Bedeutung zu Recht unter Denkmalschutz. Leerstand, ausbleibende bauliche Pflege, verbunden mit sichtbaren Spuren der zweckdienlichen Veränderungen und teils Vandalismus sind erkennbar.

Foto: Stadt Lingen (Ems)

Der Bahnhof selbst muss mit Gepäckschließfächer ausgestattet werden. Die Zuganzeigen auf dem Bahnsteig müssen vierfach sowie in ausreichender Größe installiert werden.

Der neue Bahnhof soll energieautark versorgt werden. Denkbar sind eine Geothermie-Anlage mit Heiz- und Kühlleistung sowie Photovoltaik. Über das Dach sollte Regenwasser gewonnen und für die Sanitäranlagen aufbereitet werden. Der Wartebereich sollte ausreichend groß, mit USB-Ladestationen sowie einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein und mit. Offenem WLAN im Stile des in der Region aus Münster bekannten Freifunk-Modells, zusätzlich in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück auch als eduroam-Knotenpunkt, und idealerweise ebenfalls in Kooperation mit der Westfalenbahn, so dass ein nahtloser Übergang aus und in die Züge möglich ist.

Außerdem ist ein sog. Raucherbereich einzurichten; es ist weiterhin absurd anzunehmen, dass auf dem ganzen Bahnhofsgelände generell nicht geraucht würde, weil dies offiziell verboten sei. Der vorhandene Dreck rund um und auf der Bahnhofsanlage spricht eine andere, deutliche Sprache.

In Folge dessen und als langfristige Sicherung einer sinnvollen Nutzung, schlagen wir vor, den Sitz des LWT Lingen aus dem Rathaus in den Bahnhof zu verlegen. Dieser ist schon aus der Natur eines Bahnhofes verkehrstechnisch günstig gelegen und bietet so einen idealen Ort als Knotenpunkt für die Ziele des LWT, welche u.a. das Stadtmarketing, die Wirtschaftsförderung, das Citymanagement und die Tourismusförderung umfassen.

Mittelfristig werden mit einem positiven, proaktiven Zusammenspiel von analogem Bahnkartenverkauf, Tourismusinformation und dem im LWT angesiedelten EVENTIM-Verkauf die Öffnungszeiten breiter als bisher angelegt.

Ein barrierefreier Zugang muss ohne Hilfsmittel möglich sein und sollte maßgeblich bei einer Umgestaltung des Vorplatzes Berücksichtigung finden. Die neu zu installierende öffentliche Toilettenanlagen und weitere sinnvolle Räumlichkeiten zur Pflege sollen sinnvoll und durchgängig erreichbar sein und keine finanzielle Schwelle beinhalten. Eine Integration in das Bahnhofgebäude statt vorgelagerter Aufbauten ist unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes einleuchtend.

Die Überlegungen der Sparkasse Emsland, sich besser im Bereich der Hochschule/ Kaiserstraße zu positionieren, müssen gleichfalls aufgegriffen und mit der, seit dem Wegfall der überirdischen kleinen Poststraße, per Rad und Pkw nur unzulänglich zu erreichenden Hauptstelle der Volksbank Lingen, zu einem größeren, gemeinschaftlichen Automatenbereich für Bankgeschäfte verbunden werden. Vorbild kann hier der Eingang-Süd (Laurenzstraße/Am Webstuhl) des DOC Ochtrup sein, wo Bankautomaten von Sparkasse und Volksbank gemeinsam angeordnet sind; weitere, zusätzliche Automatendienstleistungen wären wünschenswert.

Des Weiteren ist die Einrichtung einer zweiten sog. DHL Packstation in Lingen überfällig. Der potentiell besser geeignete Standort an der Kaiserstraße (Halle4/IT Zentrum/Hochschule) wird zugunsten des Standorts am Bahnhof zurückgestellt. Der Bereich Poststraße/Lookentor als einziger Pkw-Zugang zu den Postdienstleistungen innerhalb der Postbank im Lookentor dadurch entlastet. Der vorhandene Postbriefkasten am Bahnhof wird sinnvoll versetzt und erhält attraktivere Leerungszeiten, u.a. eine Spätleerung und eine Sonntagsleerung am späten Vormittag. Ein öffentlich und durchgehend zugänglicher Briefmarken-Automat wird aufgestellt.

Die Positionierung der Gastronomie muss sich an den durch die Unterführung neu geschaffenen Laufwegen orientieren und wird nicht innerhalb des Gebäudes versteckt. Denkbar wäre eine vergleichbare Glas-Metall-Konstruktion wie am Haus Marienstraße 14 (aktuell TomTailor) mit einem weniger invasiven Eingriff in die Substanz des Bahnhofgebäudes.

Im weiteren Umfeld des Bahnhofs ist die Wegführung in die Innenstadt zu überarbeiten und an die natürlichen, durch die Schaffung der Unterführung neu entstandenen Laufwege anzupassen. Die Wandlung der Marienstraße bis zur Hausnummer 18 in einen Verkehrsberuhigten Bereich wäre bspw. wünschenswert. Eine kombinierte Rad- und Fußgängerampel in der kompletten Breite der Marienstraße über die Bernd-Rosemeyer-Straße, um den Bahnhofvorplatz zu erreichen erscheint sinnvoll und kann die beiden vorhandenen Querungen ersetzen. Dies entlastet die schmalen Rad- und Fußwege der Bernd-Rosemeyer-Straße. Für den Taxi-Stand ist eine, nach Vorbild anderer Städte bzw. Bahnhofsvorplätzen, sinnvolle alternative Anordnung zu finden. Die Marienstraße ist entsprechend einer primären Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer umzugestalten; das Ende der Poststraße mit einer Wendemöglichkeit zu versehen und demzufolge zu beschildern.

 

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Seit kurzem verfügt die große selbständige Stadt Lingen (Ems) über einen eigenen Mittelbahnsteig, der jedoch zum Erstaunen der Bürger nur in Miniaturformat ausgebaut wurde. Mit Erschrecken musste festgestellt werden, dass der mittlerweile in Betrieb befindliche Fahrstuhl maximal für einen Rollstuhlfahrer nebst Begleitperson geeignet ist sowie, wenn man Glück hat, man mit einem Fahrrad zusteigen kann. Peinlich wird die ganze Angelegenheit jedoch erst dann, wenn mehrere Rollstuhlfahrer sowie Radfahrer zum Zug gelangen wollen. Abzuraten ist auf jeden Fall von einem Versuch, das Fahrrad die schmale Treppenanlage hoch zutragen, wenn zum gleichen Zeitpunkt zwischen 50 und 70 Leute (Aussteiger aus einem haltenden Zug) die Treppenanlage abwärts benutzen. Schade, um die entgangene Fahrt mit der Deutschen Bahn. Der BN wurde nach mehrfachem Schriftverkehr von der DB Netze freundlich mitgeteilt, dass alle sicherheitsrelevanten Dinge, auch die Europäischen Richtlinien und Vorgaben, erfüllt sind. Die BN hat in ihrem letzten Schreiben zusätzlich darauf hingewiesen, dass seitens der DB nicht einmal die Verkehrssicherungspflicht eingehalten wird, da der zu räumende Schnee lediglich vor das Geländer geschoben wurde und somit die eigentliche Laufbreite noch erheblich einengte. Die DB teilte mit, dass sie eine komplette Räumung des Bahnsteiges an Gleis 2 mittlerweile beauftragt hat. Der ebenfalls bemängelte „barrierefreie“ Zugang zum Eingangsgebäude konnte nicht erfolgen, da ein Höhenausgleich im Empfangsgebäude aufgrund der nur gering vorhandenen Fläche und der einzuhaltenden Neigungswinkel nicht möglich gewesen ist. Die Aussage mag richtig sein, nur was macht ein Rollstuhlfahrer, wenn er über die außen gelagerten Rampen fährt, jedoch noch eine Auskunft vom innen liegenden Informationsschalter benötigt: „Er fährt nach wie vor über eine Treppe“. Hier kann man nur von einer genialen planerischen Leistung sprechen. Es wäre doch ein Leichtes gewesen, mittig des Bahnhofsausgangs zur Gleisanlage eine 1-Meter-breite Rampe zu bauen. Ich glaube, dass sich jeder noch erinnern wird, wie seinerzeit die Stadt Lingen sich auch in der Presse derart artikulierte, als wenn sie mit den Ausführungen der Baukörper nicht einverstanden sei und dieses ganz alleine eine Angelegenheit der DB gewesen sei. Selbst aus politischen Kreisen konnte man vernehmen, dass so eine Ausführung im Hinblick auf den Bahnsteig 2 keinesfalls zu akzeptieren sei. In dem Schreiben der DB AG hört sich diese Variante jedoch ein bisschen anders an. Zitat: „Bei der nun umgesetzten Variante wurden noch während der Bauphase die Planungen nach Gesprächen mit der Stadt geändert und die Wünsche der Stadt letztendlich umgesetzt“. Hier stellt sich abschließend nur eine Frage: Welche Rolle spielt eigentlich die Stadt Lingen (Ems) selbst und wer sagt die Wahrheit? Die BN wünscht sich, dass in Zukunft ehrlicher mit den Bürgern umgegangen wird und die Stadt Lingen (Ems) zu den Planungen steht, die sie selbst mit verursacht hat.

Es grüßt

Die BN

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Artikel vom Wolfgang Dülle, BN, 14.11.09

Lingen (Ems) die große selbständige Stadt mit oberzentralen Aufgaben und einem Mittelbahnsteig der Superlative

Wie mittlerweile jedem bekannt sein müsste, wurde im Bereich des Bahnhofs eine Untertunnelung der Bahngleise gebaut. Bei der Baumaßnahme handelt es sich nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz um eine Maßnahme, die nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz förderfähig war. Das heißt im Klartext, dass die Stadt Lingen selbst nur einen prozentualen Anteil zahlen muss.

Die Tunnelanlage als solches ist von der Optik her gesehen vor allem im Bereich der jeweils vorgelagerten Aufweitungen als gelungen zu bezeichnen. Es wird vor allem nicht der Eindruck wie bei vielen anderen Tunnelanlagen vermittelt, dass es sich hier um eine enge dunkle Röhre handelt.

Auf die Anlegung eines Mittelbahnsteiges in der sich darstellenden Form hätte man jedoch besser verzichten sollen, denn allein schon der Miniaufzug, der bis zum heutigen Tag nicht betriebsfertig ist, und der viel zu enge Treppenaufstieg ist von der Planung und demzufolge auch von der Ausführung nur als Katastrophe zu bezeichnen.

Die zum Mittelbahnsteig führende Treppe ist derart schmal konzipiert, dass zwei Personen jeweils mit Gepäck Probleme haben, aneinander vorbeizugehen. Welche Bedeutung die beidseitig angebrachten Rinnen haben, bleibt für den Betrachter ein Rätsel. Sollten diese vorgesehen worden sein für das Hoch- und Herabschieben von Fahrrädern oder Koffern werden die, die diese Nutzungen anstreben, eine herbe Enttäuschung erleben, denn für das eine ist es zu schmal und für das andere dürfte durch die zwei übereinander angebrachten Handläufe die Möglichkeit ausgeschlossen sein.

Der kleine Fahrstuhl kommt allenfalls einem Rollstuhlfahrer mit Begleitung zugute. Zumindest, wenn er irgendwann in Betrieb genommen wird. Zur Zeit ist es jedoch fraglich, wie Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte überhaupt in der Lage sein sollen, den Mittelbahnsteig zu erreichen.

Der eigentliche Mittelbahnsteig weist im Gegensatz zu vergleichbaren Bahnsteigen eine Überlänge aus.

Für die BN ist es unverständlich, dass im Bereich des Aufzuges und des Treppenaufganges eine akzeptable Breite vorhanden ist, die sich dann in Richtung Brücke aber erheblich verjüngt und zu einem Gefahrenpotential wird. Würden sich auf dem verengten Bereich in Höhe der Lichtmasten ein Rollstuhlfahrer und ein Reisender mit Gepäck begegnen, besteht für einen nur die Möglichkeit, sich in die Warnzone zu begeben. Man stelle sich eine derartige Situation vor, wenn gleichzeitig ein Personen- oder Güterzug mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h an dem Mittelbahnsteig vorbeifährt und eine Person in den Sogbereich kommt

Auch wenn die Aussage seitens der Bahn stimmig wäre, dass die Maße der gesetzlichen Vorgaben eingehalten wurden, was von der BN zumindest im Bereich der Lichtmasten zur Bahnsteigkante hin bezweifelt wird, wäre es an der Zeit, diese Vorschriften umgehend zum Schutz für Leib und Leben der Nutzer zu ändern.

Die Einengung des Bahnsteiges wäre im Übrigen gar nicht erforderlich gewesen, da hier ausreichend Platz vorhanden ist. Es drängt sich die Frage auf, hat es letztendlich am Geld gelegen oder was war hier die Ursache?

Auf der einen Seite wird im Bereich des Bahnhofes der Bahnsteig 1 sowie der Innenbereich des Bahnhofes auf eine Höhe von 76 cm über Schienenoberkante ausgebaut, um einen barrierefreien Zugang in und zu den Zügen zu erreichen, bei dem auch der Sicherheitsgedanke vordergründig ist, und auf der anderen Seite wird in Form des Mittelbahnsteiges das Gefahrenpotential erhöht.

Die BN hält die Beibehaltung des Mittelbahnsteiges in der jetzigen Form für unverantwortlich und hat demzufolge nochmals alle zuständigen Stellen aufgefordert, diesen Missstand zu beseitigen.

Die in der Presse getroffene Aussage des Stadtbaurates, eine Verbreiterung durch eine Krakplatte zu erreichen, deutet darauf hin, dass seitens der Stadt Lingen der Mittelbahnsteig ebenfalls für zu schmal gehalten wird.

Die Forderung ist nach Auffassung der BN berechtigt. Es drängt sich nur die Frage auf, warum seitens der Stadt dieser Anspruch nicht bereits während der Planung, spätestens jedoch bei Beginn der Ausführungen geltend gemacht wurde, denn bei derartigen Maßnahmen liegen die entsprechenden Planungen vor.

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