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Archive for the ‘Satire’ Category

Beide Kandidaten ziehen zurück

Am vergangenen Karfreitag sind sich am Rande einer Tanzveranstaltung in Lingen zufällig Oberbürgermeister Dieter Krone und sein Herausforderer Robert Koop begegnet.
Natürlich gab es auch in diesem Rahmen zwischen beiden eine hitzige Debatte über die Lingener Stadtpolitik. Während des Abends nahm sie allerdings einen ungewöhnlichen Verlauf: Beide Kandidaten einigten sich darauf, die Einzelkandidatur zur Oberbürgermeisterwahl abzulegen! In einem gemeinsamen Pressegespräch am frühen Samstagmorgen hieß es, man wolle in Zukunft besser kooperieren, Kräfte bündeln und Synergien nutzen, um Lingen gemeinsam vor sich her zu treiben.
Dazu will der noch allein amtierende OB Krone in der kommenden Woche die Satzung der Stadt durch den Verwaltungsausschuss ändern lassen: Das Amt soll künftig in Personalunion von Koop und Krone geführt werden können – sofern der Wähler das wolle.
Daran hat Koop keinen Zweifel, denn nur, wenn alle Kandidaten ein Wahlergebnis von unter 50% erlangen, kommt es zu einer Stichwahl. “Obwohl ich kein Mathematiker bin, halte ich das bei dieser Wahl für eher unwahrscheinlich”, sagt Koop. Krone nickt wissend dazu.
“Die Stadt hat dadurch keine Nachteile, das ist mir ganz wichtig”, betont Krone. Man wolle sich das Gehalt genauso teilen wie das großzügig bemessene Büro. “Einzig über den Dienstwagen haben wir uns noch nicht geeinigt”, sagt Koop. “Aber das bekommen wir auch hin. Was, Dieter?” fragt er und klopft seinem künftigen Kollegen wohlwollend auf die Schulter.
Zwei parteiunabhängige Oberbürgermeister werde man nicht bedinungslos hinnehmen, heißt es aus informierten Kreisen der Mehrheitsfraktion. Zu groß ist noch die Wunde der letzten Oberbürgermeisterwahl. Man wolle sehen, wen man in der Kürze der Zeit noch aufstellen kann. Fraktionschef Udo Hilling: “Ludger Roggendorf und Thomas Röser haben schon im Vorfeld Interesse bekundet.” Beide standen am Osterwochenende allerdings zu einer Stellungnahme nicht zur Verfügung.
Die Wahl bleibt also spannend. Wichtig ist beiden Kandidaten: Am 22. April wählen zu gehen.
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20150401aDie BürgerNahen haben den zweiten Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Frauen – Politk – Verstehen“ gewonnen. Der Preis wird vom deutschen Städtetag und der Zeitschrift „Emma“ ausgeschrieben. Bewerben können sich alle politischen Gruppen, die ein besonderes Engagement dazu zeigen.

„Wir sind sehr froh über diese Auszeichnung,“ sagt Fraktionschef Robert Koop. „In einem harten Bewerbungsverfahren mussten wir unseren Umgang mit Frauen durchleuchten lassen.“ Als die BürgerNahen von der Jury erfahren haben, dass sie unter die ersten fünf fallen, wurde es ernst: „Wir sind quasi auf Schritt und Tritt beobachtet worden. „Frauentausch“ ist nichts dagegen. In dieser Phase wollten wir uns natürlich keine Fehler erlauben. Und es hat geklappt!“

Grund für die Verleihung sei, dass die BN von Anfang an über ein eigenens Frauenprogramm verfügen: „Mit dem Titel „KKK“ (Kinder, Küche, Kirche) haben wir uns konsequent an den Interessen der Lingenerinnen orientiert. Außerdem pflegen wir ein „Rügenprotokoll“, in dem jede sexistische Äußerung in unseren Sitzungen vermerkt wird. Dass dieses Buch bisher leer blieb, hat die Jury letzendlich überzeugt.“

BN Ratsmitglied Atze Storm musste genau darlegen, wie vielen Seniorinnen-Geburtstagen er beigewohnt hat. „Das war nicht immer leicht,“ sagt Storm, und meint damit wohl die Feiern.

Marc Riße, Frauenbeauftragter der BN, bedankt sich besonders bei Brigitte Kämmer. „Ohne ihr seine Hilfe hätten wir das nie geschafft!“

Im nächsten Jahr wollen sich die BürgerNahen nicht wieder bewerben, weil sie meinen, dass der erste Platz der Gruppe aus Herrenhausen nicht zusteht. „Stattdessen nehmen wir an einem Mensa-Wettbewerb mit dem Institut Prof. S.C. Hertz teil. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren,“ schreibt die Wählergemeinschaft.

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Hohlkörper

 

 

Ems-Vechte-Welle: Die neuen Säulen bleiben leer und werden mit Licht angestrahlt.

Womit sonst?

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Schatz im Silbersee

Die CDU Lingen ist dem Beispiel der BürgerNahen gefolgt und hat einen Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit gebildet. Wir begrüßen den Entschluss überaus, sich nach 60 Jahren Ratsmehrheit auch einmal der Öffentlichkeit zu widmen! Wenn uns die ersten Ergebnisse auch stark wundern:

„Der Telgenkampsee muss schöner werden“ fordert die CDU in einer Presseerklärung. Die CDU fordert! Und sie fordert sogar ganz konkret – nämlich den Oberbürgermeister, Konzepte zur „Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Attraktivität“ vorzulegen.

Die BürgerNahen fragen sich (Sie wissen ja, wir haben nicht auf alles eine Antwort, stellen aber die richtigen Fragen), warum die CDU kein eigenes Konzept vorlegt. Und warum sie schon heute die Arbeit als Oppositionspartei übt. Und warum der Telgenkampsee jetzt auf einmal („damit die Arbeiten noch im Jahr 2011 beginnen“) so dringend schöner werden muss.

Wir sind der Ansicht, dass sich unser Oberbürgermeister im Augenblick wirklich um Wichtigeres kümmern sollte: Emslandarena, Emsauenpark, Altenlingener Forst, Ulanenstraße, …

Aber wie immer kommt das beste zum Schluss: „Vor allem bei den Wegen, den Raststellen und der generellen Atmosphäre gibt es Luft nach oben“, so CDU-Fraktionschef Uwe Hilling.

Wir finden den Telgenkampsee schön, wie er ist (Foto Marc Thoms, Langen).

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Ganz schön flott!

Satire.

Bereits heute, 341 Tage vor Ostern wünscht ein „politischer Mitbewerber“ in einer pfiffigen Anzeige ein frohes Osterfest.

Dem schließen sich die BürgerNahen natürlich an und wünschen der CDU bis dahin einen guten Rutsch!

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Ein „erzieherisches Gespräch“ führten Beamte laut Pressebericht der Polizei Grafschaft / Emsland mit einem sechsjährigen Mädchen im Beisein seiner Eltern durch, nachdem die Kleine in einer – aus ihrer Sicht – Notlage die Polizei gerufen hatte. Ein neunjähriger Nachbarsjunge hatte sie – möglicherweise berechtigt – der Blödheit bezichtigt.

Die Streifenwagen rauschten angeblich von allen Seiten heran. Die Pressestelle der BürgerNahen ist unsicher, wer in dieser großen Not die Blöderen waren: Das Mädel, die überraschten Eltern oder die Schutzmänner. Und sie ist unsicher, was sie ihrer Tochter sagen soll. „Kind, egal, was passiert, ruf niemals die Polizei an! Auch wenn du Angst hast, keine Polizei! Das hat schon alles seine Richtigkeit, was mit dir passiert. Sonst gibts ein erzieherisches Gespräch!“ Merkt da wer was an der Georgstraße? Wie bitte soll man einem Kind klarmachen, wann es um Hilfe rufen soll und wann nicht?

Sicher ist sich die Pressestelle allerdings in zwei Punkten:

– Ihre Tochter wird angewiesen, IMMER die Polizei anzurufen, wenn sie das für nötig hält. Ein erzieherisches Gespräch mit Polizisten wird es danach nicht geben.
– Das Mädchen wird vermutlich nie wieder die Polizei anrufen, den Beamten, der den Vorfall veröffentlicht hat, aber in zehn Jahren möglicherweise als blöd bezeichnen.

Lingen
Mädchen löste Polizeieinsatz aus

Am Karfreitag gegen 13.30 Uhr löste ein sechsjähriges Kind einen Polizeieinsatz aus. Das Mädchen wählte aus einer Telefonzelle in der Heinrich-Schniers-Straße mehrfach den Notruf der Polizei und verlangte das sofortige Erscheinen der Polizei und schilderte ihre Lage von Anruf zu Anruf dramatischer. Mehrere Polizeistreifen fuhren zum Einsatzort. Dort an der Telefonzelle wurden sie von dem sechsjährigen Mädchen mit den Worten „der hat zu mir gesagt, dass ich blöd bin“ empfangen und welches sich nicht in einer Notlage befand. Ermittlungen ergaben, dass diese Worte von einem Neunjährigen aus der Nachbarschaft des Mädchens stammten. Das Mädchen wurde dem Elternhaus zugeführt und im Beisein der Eltern führten die Polizeibeamten ein erzieherisches Gespräch.

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Recycling

In Niedersachsen hat der Kommunalwahlkampf begonnen und Wahlkämpfe treiben gelegentlich zauberhafte Blüten. Hier in Lingen hat sich die Wählervereinigung der BürgerNahen etwas ganz besonderes einfallen lassen: Sie sammelt alte Parteibücher und führt sie der umweltgerechten Entsorgung zu.

Die BürgerNahen haben festgestellt, dass in Lingener Haushalten unzählige Parteibücher in den Regalen stehen, die kaum ein Mensch mehr liest. Sie meinen, dass die Inhalte sowieso vergleichbar sind und literarische Schwächen enthalten. Die Mehrzahl dieser Bücher sei extrem belastet. Das geht von schwarzem Ruß über cadmiumhaltiges Gelb, brandgefährliches Rot bis hin zu Giftgrün.

„Hierum müssen wir uns kümmern. Es kann nicht angehen, dass die Lingener länger unter diesen Büchern leiden müssen – obwohl wir davon ausgehen, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden hat!“

Jeder, der sein Parteibuch am heutigen Freitag zwischen 17 und 18 Uhr im Bürgerhaus Heukampstannen in der Jägerstraße abgibt, erhält einen wertvollen Sachpreis. Zusätzlich prämiert werden das älteste und das jüngste Buch. Die Farbe spiele dabei keine Rolle. Der Erlös dieser Aktion komme zu 100% der defizitären Emslandarena zu Gute. Mutmaßungen darüber, dass sich bereits führende Parteimitglieder aus CDU und SPD für diese Aktion interessieren, werden nicht dementiert.

Für diejenigen, die ihr Parteibuch lieber anonym entsorgen möchten, wurde an der Rückseite des Bürgerhauses einen Alt-Parteibuch-Container aufgestellt. Unter pressestelle@bn-lingen.de kann man außerdem die Abholung der Bücher veranlassen.

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