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Archive for the ‘Stadtentwicklung’ Category

In öffentlicher Sitzung des Rates der Stadt Lingen (Ems) wurde am Mittwoch, den 19. Dezember 2018 unter dem Tagesordnungspunkt 4 die „Haushaltssatzung der Stadt Lingen (Ems) für das Haushaltsjahr 2019“ beraten.

Die BürgerNahen im Lingener Stadtrat lehnten den Haushaltsentwurf der Stadt Lingen (Ems) für 2019 ab, den der Rat mit den Stimmen von CDU, SPD und Bündnis‘90/Die Grünen beschloss. Die FDP-Fraktion lehnte die Beschlussvorlage ebenfalls ab, denn „Dem Haushalt fehlt ein ganzheitliches Konzept!“.

Im Folgenden findet sich die begründende Rede des Fraktionsvorsitzenden der BN-Fraktion Robert Koop, aus welchen Gründen der vorgelegte Haushalt abgelehnt wird.

Insbesondere jedoch das Lob an die Arbeit der Stadtkämmerin Frau Schwegmann möchten wir nochmals unterstreichen.

(Anrede)

„Vieles ist schon berichtet und gesagt. Ich will daher versuchen, in aller Kürze unsere Kernaussagen zu nennen:

Wir haben noch immer eine ausgesprochen gute Haushaltslage. Dafür sind Bildung, Tatkraft und Fleiß der Lingener und Lingenerinnen und der Erfolg der hier ansässigen Unternehmen die Grundlage. Hoffen wir, dass insbesondere Letzteres so bleibt. Ich nenne den Strukturwandel in der Energieindustrie, die ja bisher ein wesentliches Fundament unserer Lingener Wirtschaft war.

Diese positive Haushaltslage sollte der Rat … nutzen, um unsere Stadt zukunftsfest zu machen.“

So habe ich vor einem Jahr bei der Verabschiedung des Haushalts 2018 begonnen. Heute wiederhole ich dies und setze hinzu:

Es hat sich seither nichts geändert. Auch im letzten Jahr sind unsere Vorschläge dazu bei den anderen Fraktionen abgelehnt worden. Ich erinnere beispielhaft an unseren dringenden Antrag, neue Plätze in Kindertagesstätten zu schaffen. Das haben CDU und SPD abgelehnt, um später im Jahr – hopplahopp – zu erkennen, dass das „Nein ziemlich „falsch war. Es wurden dann neue Maßnahmen für die Kitas umgesetzt, was – ich räume ein –reichlich unerwartet und schnell geschah. Jetzt werden diese Plätze als eigene Leistung gefeiert. Das ist nicht seriös.

Wir wünschen uns weiterhin, die Unternehmen und Verwaltungen in der Stadt an der Trägerschaft zu beteiligen, beispielsweise mit einem Trägerverein. Davon würden alle profitieren, nicht zuletzt die Unternehmen selbst. Die Kita Rokids der Fa. Rosen ist da ein wirklich gelungenes Beispiel.

Wichtig war übrigens, dass vor dem Kita-Kraftakt die Dezernatszuständigkeit gewechselt hatte – nach unserem Eindruck abrupt, wie wir finden. Jetzt ist die Kämmerin zuständig, und ich stehe nicht an zu sagen: Danke, Frau Schwegmann, für Ihren beeindruckenden Einsatz für die Kitas.

Wichtiger Punkt im Etat 2019 bleibt wie in den Jahren zuvor, die Frage, wie wir mit den Verkehrsproblemen in Lingen umgehen. Da sagen wir, zu analysieren und Lösungswege aufzuzeigen ist der richtige Weg, die Jagd auf Radfahrer, eher nicht.

Doch erinnern wir uns: Vor einem Jahr haben wir wie anderen Fraktionen angesichts zunehmender Verkehrsprobleme den Antrag für ein externes Verkehrsgutachten unterstützt. Der Rat hat das Geld dazu bereit gestellt. Ein Jahr ist seither verstrichen. Es liegt kein Ergebnis vor. Auch kein Zwischenergebnis.

Das ist enttäuschend. Und drängt sich da nicht die Frage auf, wie gering eigentlich der Stellenwert ist, den die Ratsmehrheit und an der Spitze unserer Stadt der Oberbürgermeister dem Thema Verkehr und dem Problem einräumen?

Wir haben jedenfalls nicht länger warten wollen und in unseren Anträgen zum Haushalt offenkundige Antworten aufgegriffen. Besserer Busverkehr, mehr Radfahrverkehr. Unsere Anträge für den laufenden Haushalt sollten dabei ein Beitrag für die kommunale Klimapolitik sein. Wir alle erleben den Klimawandel und müssen daher als Kommune, als verantwortungsvolle Kommune unseren Beitrag für den Klimaschutz erarbeiten und leisten. CDU und SPD hatten darauf nicht den Fokus gelegt und unsernen Vorschlägen, mehr für ein nachhaltiges Verkehrssystem zu tun, nichts als bloßes Neinsagen entgegen zu setzen. Das scheint mir eben der Unterschied zu sein. Beide verhalten sich unseren inhaltlichen Vorschlägen gegenüber wie trotzige Kinder.

Sie praktizieren es so: Das ist ein Vorschlag der BürgerNahen, den lehnen wir ab, weil es ein Vorschlag der BürgerNahen ist. So zeigen sich die Neinsager aus der Ratsmehrheit unfähig, unfähig das einstimmig beschlossene Klimaschutzteilkonzept in Angriff zu nehmen und umzusetzen.

Was haben wir für den Etat 2019 vorgeschlagen und warum?
Wir müssen sicherlich deutlich mehr für den Personenverkehr tun. Der öffentliche Busverkehr ist heute keine Alternative zum Pkw-Verkehr, der täglich die Stadt belastet. Wir müssen ihn also bürgerfreundlicher, bequemer und besser machen. Daher unsere Vorschläge
– Planungskosten (für die Wiedereinführung des Anrufsammeltaxi, so wie es bis 2011) gefahren ist, einzustellen – abgelehnt
– Planungskosten für eine fahrgastfreundliche Tarif-Strukturänderung bei der LiLi. Das Ziel: Die „Schietwetterkarte“ auf das ganze Jahr als Dauerkarte von 20 €/Monat zu erstrecken – abgelehnt

Ein Anmerkung dazu: Lingen täte auch gut daran, etwas für eine bessere, das heißt direkte Zugverbindung nach Osnabrück und einen zweiten, barrierefreien Zugang zum Bahnsteig zwo zu tun.

Wir haben vorgeschlagen, den Radwegebau deutlich zu verbessern- auch und vor allem das ist aktive Klimaschutzpolitik vor Ort. Wir wollten dazu eine wirkliche Zweckbindung für die entsprechenden Haushaltsstellen für den Bau von Radwegen. Wir wollen daher den Radwegebau aus der haushaltsrechtlichen Budgetierung herausnehmen, damit nicht mit diesen Radfahr-Geldern, wie bei der Budgetierung grundsätzlich möglich, allgemeiner Straßenbau entsteht sondern tatsächlich nur Radwege. Sichere Radwege, übrigens kein angestrichenen 80cm-Streifen zwischen Fahrbahn und Parkplätzen, auf denen kein sicherer Fahrradverkehr möglich ist. – abgelehnt

Wir wollten Planungskosten im Etat für externe Planer für den Bau von Radschnellwegen auf den Strecken

a) Lohne-Schepsdorf-Stadtzentrum
b) Darmer Hafenstraße – Poststraße
c) Kiesbergstraße, Brunnenpark, Georgstraße , Brockhauser Weg, Friedrich-Ebert-Straße
– auch dies: Abgelehnt
Wir wollen auch Klimaschutz durch Aufforstungen und zwar 10.000 € Planungskosten für die Entwicklung eines Aufforstungskonzepts in unserer Stadt.
Zur Erinnerung: Vor den Kommunalwahlen 2011 hat die CDU verkündet, künftig 200.000 Euro pro Jahr für die Aufforstungen auszugeben. 10 Jahre lang. Längst vergessen und nicht eingehalten.
Und dann unser Antrag, hieran anzknöpfen – auch der – abgelehnt
Abgelehnt wurde auch unser Antrag, einen Hundepark auf den Weg zu bringen und das Rathausnebengebäude in 2019 auf den Weg zu bringen. Stattdessen werden lieber Zehntausende Euro pro Jahr an Miete an die OLB gezahlt. Übrigens nähern wir uns dem 10-jährigen Leerstandsjubiläum des Gebäudes nebenan. Das muss man nicht feiern, schon weil es ein Zeichen für nicht ausreichende Sorgfalt im Umgang mit öffentlichem Eigentum der Bürgerschaft ist, Herr Oberbürgermeister.​ ​
​Für die Entwicklung eines „Kulturquartiers“ zwischen der Burgstraße und dem Universitätsplatz mit einem modernen Emslandmuseum im Zentrum, der Musikschule, dem Dankelmann’schen Park und dem Universitätsplatz sollten erneut Planungsmittel in den Haushalt eingestellt werden. Auch dies: abgelehnt.
Geradezu grotesk war es da, als nur wenige Tage nach der Ablehnung der CDU-Fraktion deren Vorsitzender genau dasselbe vorschlug, um hinzuzusetzen, man dürfe jetzt aber nicht sagen, dass dies die BürgerNahen gefordert hätten. Also auch dieser Etat-Antrag der BN abgelehnt.
Übrigens genauso abgelehnt wie unseren Antrag, einen städtebaulichen Wettbewerb für den Bereich um den ehemaligen Standort der Hochschule am Wall durchzuführen. Aber dann einen Masterplan Innenstadt fordern…
Wir haben konkrete Vorschläge für diesen Haushalt 2019 gemacht. Doch die Ratsmehrheit und mit ihr die SPD im gleichen Takt haben unsere Vorschläge abgelehnt.

Mit Bedauern müssen wir auch in diesem Jahr feststellen, dass CDU und SPD den Anträgen der BN keine demokratische Fairness entgegen bringen und sich der inhaltlichen Debatte verweigern. Die Ratsmehrheit lehnt unsere Vorschläge ab, weil es unsere Vorschläge, die Vorschläge der BN, sind. Selbst etwas auf den Weg zu bringen, liebe Kollegen von der Mehrheitsfraktion, ist eher die Ausnahme. Ich spreche insoweit nicht von den Ortsteilen, in denen viel geschieht, bspw. in Baccum und später dann in Bramsche. Die CDU fordert in Sachen Wohnungsbau beispielsweise die Verwaltung auf, etwas zu tun. Das ist nicht der richtige Weg, liebe Kolleginnen und Kollegen von der CDU. Arbeitet die Dinge selbst aus.

Ich zitiere also abschließend und erneut meinen Beitrag vom Dezember vergangenen Jahres: „Gerade die, die uns so gerne vorwerfen, immer dagegen zu sein, lehnen alle unsere Punkte ab.

Wenn die Ratsmehrheit mit ihrem Juniorpartner also so fundamentaloppositionell mit unseren Vorschlägen und mit uns als Minderheit umgeht, heißt für uns die Konsequenz, Nein zur vorliegenden Beschlussvorlage zu sagen.“

Ich setze in diesem Jahr hinzu. Leider.

Markierungen und Hervorhebungen erfolgten durch den Redner.

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Der bürgernahe Oberbürgermeister für Lingen (Ems)!

Lingen wählt am 22. April 2018 seinen Oberbürgermeister für die nächsten acht Jahre. Die BürgerNahen, einzige unabhängige Kraft im Lingener Rat, stellten dafür als Oberbürgermeisterkandidaten Robert Koop auf. Der Rechtsanwalt und Notar ist seit über 40 Jahren gewähltes Mitglied im Rat der Stadt Lingen (Ems) und damit das erfahrenste Mitglied im Stadtrat.

Robert Koop stellt die Digitalisierung in den Mittelpunkt seines Programms. Lingen muss den Weg finden, von der Telefonzelle zum LTE-Netz, um den gewonnen Wohlstand auch über die nächsten Generationen zu erhalten. Darüber hinaus wird die Pflege im Alter künftig Chefsache im Rathaus sein! Ältere Menschen müssen sich sicher sein können, dass in Pflegeeinrichtungen ihre Bedürfnisse vor denen von Investoren stehen. Mit einem „Verkehrskonzept 2030“ zur Entlastung aller Bürger mit einem modernen Stadtbus für barrierearme, inklusive Mobilität und einem Konzept „Faires Parken“ für ein einkaufsfreundliches Lingen stellt Robert Koop sich auch verkehrspolitisch gut auf.

Die BürgerNahen wissen, #Koop kann’s und laden Sie ein, sich hiervon zu überzeugen:

Robert Koop: Programm für Lingen!

So werde ich mit der Modernisierung und dem Erhalt des Altbewährten schaffen, dass wir in Lingen weiter im Wohlstand leben.

Robert Koop lädt ein:

Treffen Sie mich — Lernen Sie mein Programm kennen! An allen Samstagen bis zur Wahl werde ich, zusammen mit meinem Team, wieder auf dem Marktplatz anzutreffen sein. Ich freue mich auf viele anregende Gespräche über das, was uns alle verbindet: Lingen!

Weitere Termine, um den Oberbürgermeisterkandidaten Robert Koop zu treffen:

  • BarDo in der Kunsthalle
    » Donnerstag, 05.04.2018 Führung durch die Ausstellung um 18:30h und um 21.00h, Kunsthalle Lingen an der Kaiserstraße/Halle IV
  • Sportehrentag 2018 der Stadt Lingen (Ems)
    » Freitag, 06.04.2018 um 18:00h in der Halle IV an der Kaiserstraße
  • SV MEPPEN 2 : ASV ALTENLINGEN, Bezirksliga Weser-Ems 3
    » Freitag, 06.04.2018 Anstoß um 20:00h auf dem Kunstrasenplatz der Hänsch-Arena „Platz C“ (Lathener Str. 15 a, 49716 Meppen)
  • „Kaffeeklatsch“ des Team Jugend der Stadt Lingen, Podiumsdiskussion mit beiden Kandidaten
    » Donnerstag, 12.04.2018 um 19:00h im Café Wintering im Lookentor
  • Wahlkampfstand auf dem Lingener Wochenmarkt
    » Samstag, 14.04.2018 ab ca. 09:30h vor der Alte Markt Apotheke
  • ASV ALTENLINGEN : FC SCHÜTTORF, Bezirksliga Weser-Ems 3
    » Samstag, 14.04.2018, Anstoß um 16:00h am Stadion Wallkamp in Altenlingen
  • Kellerkönig Bandcontest FINALE, Runde 4
    » Samstag, 14.04.2018, Einlass ab 19:00h Beginn 20.00h im „Alter Schlachthof“, Konrad Adenauer Ring 40
  • Podiumsdiskussion mit beiden Kandidaten auf Einladung der Lingener Tagespost
    » Montag, 16.04.2018 um 19:00h in der Halle IV an der Kaiserstraße
  • Zucchini Sistaz – Falsche Wimpern-Echte Musik, TPZ-Studioprogramm Extra
    » Donnerstag, 19.04.2018 um 20:00h, im Professorenhaus am Schulplatz
  • Wahlkampfstand auf dem Lingener Wochenmarkt
    » Samstag, 21.04.2018 ab 09:30h vor der Alte Markt Apotheke
  • SpVgg. Brandlecht-Hestrup : ASV ALTENLINGEN, Bezirksliga Weser-Ems 3
    » Sonntag, 22.04.2018 Anstoß um 14:00h auf den Sportplätzen an der Schüttorfer Straße (Schüttorfer Str. 16, 48531 Nordhorn)
  • Wahlparty zur Oberbürgermeisterwahl 2018
    » Sonntag, 22.04.2018 ab zirka 17:30h im Litfass, Clubstraße

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Lingen, 04.03.2018

Ratsherr Robert Koop kandidiert bei der OB-Wahl

Lingener BürgerNahen (BN) nominieren Oberbürgermeisterkandidaten

Lingen.
Der Rechtsanwalt und Notar Robert Koop aus Lingen (Ems) kandidiert für das Amt des Lingener Oberbürgermeisters. Die BürgerNahen, einzige unabhängige Kraft im Lingener Rat, stellte ihn einstimmig am vergangenen Donnerstag für die OB-Wahl auf, die am 22. April 2018 stattfindet.

Robert Koop ist seit fast 42 Jahren Mitglied im Rat der Stadt Lingen (Ems) und damit das erfahrenste Mitglied im Rat der 55.000-Einwohner-Stadt. Seit sechs Jahren hat er hier den Vorsitz der Fraktion der BürgerNahen inne. Regelmäßig besucht er in dieser Funktion den Verwaltungsausschuss, den Ältestenrat, den Betriebsausschuss Emslandhallen sowie die Fachausschüsse für Kultur und Sport.

„Wegen seiner fundierten juristischen Ausbildung und Erfahrung sowie der jahrzehntelangen Arbeit im Rat ist Robert Koop der ideale Kandidat für das Amt an der Verwaltungsspitze,“ so Roman Hoffmann, Vorsitzender des BN Vereins. „Er verfügt über tiefe Einblicke in die Arbeit von Politik und Verwaltung.“

Die Aufstellung eines eigenen Kandidaten als einzige Alternative zum jetzigen Amtsinhaber ist für die BürgerNahen „eine demokratische Verpflichtung“, sagte Hoffmann am Wochenende.

„Demokratie braucht Vielfalt. Die bieten wir mit unserem Kandidaten Robert Koop,“ ergänzt BN Pressesprecher Marc Riße. „Wir versichern dabei einen fairen Wahlkampf.“ Auf die direkten Debatten zwischen den beiden Kandidaten in den nächsten Wochen freue Robert Koop sich jetzt schon, die sei man ja von vielen Ratssitzungen gewohnt, so Riße.

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BN sehen Chancen für Weichenstellung
Nachhaltigkeit und kluger Wegeausbau im Fokus der Beratungen

Die BürgerNahen (BN) legen für den Lingener Haushalt 2018 ihre Empfehlungen vor. „Wir hoffen auf vorurteilsfreie Prüfung unserer Vorschläge“, sagte BN-Fraktionschef Robert Koop. Im Mittelpunkt der zehn BN-Punkte stehen nachhaltige Investitionen und Entscheidungen zur direkten und indirekten wirtschaftlichen Entlastung aller Lingenerinnen und Lingener. Die zu weiten Teilen aus dem BN-Kommunalwahlprogramm abgeleiteten Punkte wurden bei der am vergangenen Samstag tagenden BN-Fraktion der BürgerNahen, nach fünfstündiger Klausurtagung zum städtischen Etat 2018, beschlossen und den anderen Stadtratsfraktionen vorgelegt. (mehr …)

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Am 20.09.2017 habe ich den nachfolgend abgedruckten Leserbrief zwecks Veröffentlichung an die Lingener Tagespost geschickt (per E-Mail). In einer telefonischen Rückfrage am 21.09.2017 erkundigte man sich, ob ich den Leserbrief auch selbst geschrieben habe – nachvollziehbar.

Am 22.09.2017 wurde ich gleich zwei mal per E Mail aufgefordert, den Leserbrief zu kürzen, was auch geschah.

Warum mir dieses nicht schon einen Tag vorher gesagt wurde, war mir zu dem Zeitpunkt schleierhaft. Der Schleier verschwand jedoch am nächsten Tag, als ich das Interview mit Herrn Schreinemacher in der LT las. Es hätte in etlichen Punkten ein Kommentar zu meinem bei der Tagespost liegenden Leserbrief sein können. Das wäre allerdings absurd, denn die Stadtverwaltung konnte meinen Leserbrief gar nicht kennen, oder?

Erschienen ist der Leserbrief nunmehr am 26.09.2017

 

Hier mein Leserbrief zum Artikel der LT vom 16.09.2017

Ausbau Langschmidtsweg/Kolkstraße

In einer Versammlung vor einem Jahr wurden den Anliegern des Langschmidtsweg die bevorstehenden Maßnahmen erläutert. Zusätzlich sollten im Eingangsbereich der Hermann-Heuking-Straße bestimmte Aufgaben mitgemacht werden. Seitens der Verwaltung wurden alle Maßnahmen und Änderungen mit dem Hinweis zugesagt, für die Anlieger entstünden keine Kosten.

Bereits nach der Anliegerversammlung habe ich Herrn Hilling und Vertreter der Verwaltung, unter Bezugnahme auf die bestehende Straßenausbaubeitragssatzung, darauf hingewiesen, dass ich erhebliche Zweifel an einer Beitragsfreiheit haben würde. Mein Ziel sei es jedoch nicht, die Anlieger mit Kosten zu belasten; die jetzige Verfahrensweise bedeute aber, dass bei anderen Straßen ebenso verfahren werden müsse.

Diese Aussage konnte ich machen, weil ich Jahre lang im Rathaus im Erschließungs- und Beitragsrecht gearbeitet habe

Nachdem ich mir den Fortgang der Arbeiten am Langschmidtsweg über Monate interessehalber angesehen habe, komme ich zu dem zwingenden Schluss, dass es sich um eine abschnittsweise Erneuerung der Straße handelt, die nach § 1 der Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt zu einer Beitragserhebung führt. Die Straße wurde abschnittsweise bis zu einer Breite von ca. 2,50m und einer Tiefe von über 2,00m aufgerissen und nach Beendigung der Maßnahmen (R[egenwasser]-Kanal etc.) wieder verfüllt und mit einem Straßenunterbau versehen. Inwieweit hier noch eine abschließende Straßendecke eingebaut wird, ist zur Zeit nicht erkennbar.

Wird durch Verlegung von Kanälen eine Straße aufgerissen und erneuert, liegt grundsätzlich eine beitragspflichtige Erneuerung vor. Ob die Bordkanten stehen bleiben, ist nämlich nicht ausschlaggebend. Wenn aber an der Seite der ehem. Kaserne neue Fußwege entstehen, ist das Teil von Maßnahmen am Langschmidtsweg, durch die den Anliegern ein besonderer Vorteil entsteht.

Am Langschmidtsweg geht es für jeden sichtbar nicht mehr um Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten wie zum Beispiel das Ausbessern von Schlaglöchern. Nur so etwas ginge natürlich zu Lasten der Stadt Lingen.

Wenn der kritisierte Herr Koop einen Vergleich des Langschmidtsweg zur auszubauenden Kolkstraße herstellt, liegt er damit also nicht falsch; denn beide Maßnahmen gehen über Instandhaltung hinaus, sind vergleichbar.

Insgesamt schlage ich vor, die Lingener Straßenausbaubeitragssatzung aufzuheben, die Kosten für die Erneuerung von Straßen müssten dann aus allgemeinen Steuergeldern gezahlt werden. Dieses wäre auch nicht tragisch, denn hier könnten die nicht investierten Unterhaltungskosten einfließen. Da Straßenausbaubeiträge für die Kommune nur eine geringe Einnahmequelle sind, ist es meines Erachtens denkbar, den Bürger nicht an anderer Stelle zusätzlich zu belasten, z.B. über die Grundsteuer, wie die Stadt Nordhorn es gemacht hat, die aber häufig die Mieter über die Mietnebenkosten zahlen.

Ärger mit den Bürgern gäbe es bei einer Abschaffung nicht mehr und man könnte vor allem die sonst kaum erfüllbaren Versprechungen beim Langschmidtsweg einhalten.

— Wolfgang Dülle, Lingen (Ems)

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Vortrag der Fraktion Die BürgerNahen zur Beschlussvorlage Nr. 189/2017 der gemeinsamen Sitzung des Betriebsausschusses Zentrale Gebäudewirtschaft und des Planungs- und Bauausschusses:
Umgestaltung Bahnhof Lingen / hier: Durchführung eines Realisierungswettbewerbes für die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes

Die Fraktion der BürgerNahen (BN) schlägt vor, das Bahnhofsgebäude maßgeblich zu einem touristischen und infrastrukturellen Knotenpunkt umzugestalten.

Das Bahnhofsgebäude ist ein Wahrzeichen Lingens und steht aufgrund seiner stadtgeschichtlichen und architektonischen Bedeutung zu Recht unter Denkmalschutz. Leerstand, ausbleibende bauliche Pflege, verbunden mit sichtbaren Spuren der zweckdienlichen Veränderungen und teils Vandalismus sind erkennbar.

Foto: Stadt Lingen (Ems)

Der Bahnhof selbst muss mit Gepäckschließfächer ausgestattet werden. Die Zuganzeigen auf dem Bahnsteig müssen vierfach sowie in ausreichender Größe installiert werden.

Der neue Bahnhof soll energieautark versorgt werden. Denkbar sind eine Geothermie-Anlage mit Heiz- und Kühlleistung sowie Photovoltaik. Über das Dach sollte Regenwasser gewonnen und für die Sanitäranlagen aufbereitet werden. Der Wartebereich sollte ausreichend groß, mit USB-Ladestationen sowie einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein und mit. Offenem WLAN im Stile des in der Region aus Münster bekannten Freifunk-Modells, zusätzlich in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück auch als eduroam-Knotenpunkt, und idealerweise ebenfalls in Kooperation mit der Westfalenbahn, so dass ein nahtloser Übergang aus und in die Züge möglich ist.

Außerdem ist ein sog. Raucherbereich einzurichten; es ist weiterhin absurd anzunehmen, dass auf dem ganzen Bahnhofsgelände generell nicht geraucht würde, weil dies offiziell verboten sei. Der vorhandene Dreck rund um und auf der Bahnhofsanlage spricht eine andere, deutliche Sprache.

In Folge dessen und als langfristige Sicherung einer sinnvollen Nutzung, schlagen wir vor, den Sitz des LWT Lingen aus dem Rathaus in den Bahnhof zu verlegen. Dieser ist schon aus der Natur eines Bahnhofes verkehrstechnisch günstig gelegen und bietet so einen idealen Ort als Knotenpunkt für die Ziele des LWT, welche u.a. das Stadtmarketing, die Wirtschaftsförderung, das Citymanagement und die Tourismusförderung umfassen.

Mittelfristig werden mit einem positiven, proaktiven Zusammenspiel von analogem Bahnkartenverkauf, Tourismusinformation und dem im LWT angesiedelten EVENTIM-Verkauf die Öffnungszeiten breiter als bisher angelegt.

Ein barrierefreier Zugang muss ohne Hilfsmittel möglich sein und sollte maßgeblich bei einer Umgestaltung des Vorplatzes Berücksichtigung finden. Die neu zu installierende öffentliche Toilettenanlagen und weitere sinnvolle Räumlichkeiten zur Pflege sollen sinnvoll und durchgängig erreichbar sein und keine finanzielle Schwelle beinhalten. Eine Integration in das Bahnhofgebäude statt vorgelagerter Aufbauten ist unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes einleuchtend.

Die Überlegungen der Sparkasse Emsland, sich besser im Bereich der Hochschule/ Kaiserstraße zu positionieren, müssen gleichfalls aufgegriffen und mit der, seit dem Wegfall der überirdischen kleinen Poststraße, per Rad und Pkw nur unzulänglich zu erreichenden Hauptstelle der Volksbank Lingen, zu einem größeren, gemeinschaftlichen Automatenbereich für Bankgeschäfte verbunden werden. Vorbild kann hier der Eingang-Süd (Laurenzstraße/Am Webstuhl) des DOC Ochtrup sein, wo Bankautomaten von Sparkasse und Volksbank gemeinsam angeordnet sind; weitere, zusätzliche Automatendienstleistungen wären wünschenswert.

Des Weiteren ist die Einrichtung einer zweiten sog. DHL Packstation in Lingen überfällig. Der potentiell besser geeignete Standort an der Kaiserstraße (Halle4/IT Zentrum/Hochschule) wird zugunsten des Standorts am Bahnhof zurückgestellt. Der Bereich Poststraße/Lookentor als einziger Pkw-Zugang zu den Postdienstleistungen innerhalb der Postbank im Lookentor dadurch entlastet. Der vorhandene Postbriefkasten am Bahnhof wird sinnvoll versetzt und erhält attraktivere Leerungszeiten, u.a. eine Spätleerung und eine Sonntagsleerung am späten Vormittag. Ein öffentlich und durchgehend zugänglicher Briefmarken-Automat wird aufgestellt.

Die Positionierung der Gastronomie muss sich an den durch die Unterführung neu geschaffenen Laufwegen orientieren und wird nicht innerhalb des Gebäudes versteckt. Denkbar wäre eine vergleichbare Glas-Metall-Konstruktion wie am Haus Marienstraße 14 (aktuell TomTailor) mit einem weniger invasiven Eingriff in die Substanz des Bahnhofgebäudes.

Im weiteren Umfeld des Bahnhofs ist die Wegführung in die Innenstadt zu überarbeiten und an die natürlichen, durch die Schaffung der Unterführung neu entstandenen Laufwege anzupassen. Die Wandlung der Marienstraße bis zur Hausnummer 18 in einen Verkehrsberuhigten Bereich wäre bspw. wünschenswert. Eine kombinierte Rad- und Fußgängerampel in der kompletten Breite der Marienstraße über die Bernd-Rosemeyer-Straße, um den Bahnhofvorplatz zu erreichen erscheint sinnvoll und kann die beiden vorhandenen Querungen ersetzen. Dies entlastet die schmalen Rad- und Fußwege der Bernd-Rosemeyer-Straße. Für den Taxi-Stand ist eine, nach Vorbild anderer Städte bzw. Bahnhofsvorplätzen, sinnvolle alternative Anordnung zu finden. Die Marienstraße ist entsprechend einer primären Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer umzugestalten; das Ende der Poststraße mit einer Wendemöglichkeit zu versehen und demzufolge zu beschildern.

 

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Das Nichtanfahren bestimmter Haltestellen durch den LiLi-Stadtbus zu den Verkehrsstoßzeiten in Lingen verurteilt die Wählervereinigung Die BürgerNahen (BN). „Es ist der völlig falsche Weg, die Haltestellen zu den ausgehängten Abfahrtzeiten innerhalb des Stadtkerns nicht weiter zuverlässig zu bedienen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der BN Robert Koop am Dienstag nach einer Fraktionssitzung der BN. „Für die Ursache, den Rückstau von Pkw auf dem Konrad-Adenauer-Ring und in anderen Teilen der Innenstadt, muss nun von der Stadtverwaltung endlich aktiv und verkehrslenkend eingegriffen werden. Dieser Missstand nahezu täglicher Staus zeichnet sich seit Jahren ab und darf nicht weiter ignoriert werden.“

lili_linie_21Die dilettantische Reaktion der Mitarbeiter der Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd, betroffene Haltestellen zu ignorieren, könnte nun nachhaltig die ersten Erfolge der Lili-Busse beschädigt haben. Das neue Stadtbus-System musste und muss sich im Mobilitätsmix neben Fahrrad und Pkw auch in Lingen zunächst etablieren. „Dies geschieht sicher nicht von allein“, merkte Ratsmitglied Sabine Stüting an und ergänzte: „So muss die Lili neben einem schlauen Angebot auch mit klugen Marketing-Instrumenten überzeugen!“ Die Verlässlichkeit, so waren sich die BN-Ratsmitglieder einig, sei dabei der Dreh- und Angelpunkt eines erfolgreichen Stadtbussystems. „Da gibt es für die LiLi-Busbetreiber noch viel zu tun!“

Mit dem aktuellen Takt von 60 Minuten auf jeder der acht Linien, erfüllt die LiLi bislang auch nur den absoluten Minimalanspruch an einen modernen ÖPNV. „Wir fordern“, sagte Marc Riße (BN-Verkehrsausschussvorsitzender des Stadtrates), „ kurzfristig zu prüfen ist, ob das bisher gewählte sog. Rendezvous–System weiter sinnvoll ist, bei dem sich alle acht LiLi-Stadtbuslinien aus den Orts- und Stadtteilen zur gleichen Zeit am Bahnhof/ZOB treffen. Insbesondere auf dem innerstädtischen Ring zwischen Bahnhof, Adenauer-Ring und Krankenhaus könnte durch das Verschieben der Abfahrtszeiten der einzelnen Linien kurzfristig ein 30- oder sogar 15-Minuten-Takt ohne Mehrkosten umgesetzt werden.“

Für das Erreichen des Bahnhofs und der Hochschule wäre außerdem ein vorgelagerter Haltesteig des ZOB an der Kaiserstraße denkbar. Baulich könnten Haltestellen mit einem klaren Schwerpunkt, wie beispielsweise am Medicus-Wesken-Gesundheitszentrum und am Krankenhaus, so verändert werden, dass sich Haltesteige für beide Fahrtrichtungen auf nur einer Straßenseite befinden. Dann müsste nur einmalig er LiLi-Bus und eben nicht alle Fahrgäste einzeln die Straße queren.

Die Kommunalpolitik kann hier nur erste, wichtige Impulse setzen, Taten in Form von beispielsweise Gruppenkarten und Jobtickets müssen an anderer Stelle entwickelt werden. Vorbild dafür sind natürlich andere „Städte mit einem verlässlichen Stadtbussystem“.

„Wir hoffen sehr“, sagte Margitta Hüsken (Baccum), dass der weitere Erfolg des Lili-Bus mit dem unerklärlichen Vorgehen des LiLi-Betreibers VGE-Süd nicht aufs Spiel gesetzt wurde.“

„Mittelfristig ist – so die BürgerNahen – zu überprüfen, ob unter diesen Umständen eine weitere Zusammenarbeit mit der VGE-Süd sinnvoll erscheint. Es ist geradezu entlarvend, dass das pünktliche Abfahren der Strecke mehr im Mittelpunkt steht als Fahrgastbeförderung und Kundenbindung“, resümierte Bernd Koop, Vorstandsmitglied der BürgerNahen.

Die BN will das Thema im städtischen Verkehrsausschuss auf die Tagesordnung bringen.

Bild: „lili Busfahrplan Linie 21“ der VGE-Süd

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