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Archive for the ‘Studentenwohnheime’ Category

Der heutige (3.12.2010) Artikel in der Zeitung „Wohnung kostet zwischen 150 und 280 Euro“ bedarf wirklich einer Kommentierung.

Gemeint ist doch wohl eher: „Wohnung kostet ab 280 Euro!“

Aber mit dem gewählten Titel ist die gefühlte Bezahlbarkeit natüprlich eine ganz andere.

Ferner sollte man bei aller Begeisterung für diesen absolut richtigen Schritt nicht vergessen, dass in der Vergangenheit einiges an NOCH BEAZAHLBAREREN Wohnungen (Kasernen?) schlicht vernichtet wurde.

Ferner könnte man die Kapazität dieses Studentenwohnheimes einmal in Relation setzen zu den Studierendenzahlen?Komischerweise tauchen in dem  Artikel weder die aktuellen Studierendenzahlen (angeblich mehr als 1500) noch die Kapazität des geplanten Wohnheims (m.W. 89) auf. Die Zahl von mehr als 1500 ist allerdings noch zu hinterfragen; selbst, wenn man auch wirklich die letzten Karteileichen mitzählt, komme ich beim besten Willen auf nicht einmal 1400. Unabhängig davon könnte man sich fragen, für wieviel Prozent der Studierenden denn überhaupt ein Wohnheimplatz existieren wird.  Grund zum Jubilieren?

Trotzdem: Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung!

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BN Lingen – Hermann Nüsse

„Attraktive Wohnkonzepte, stadtnah und naturverbunden, zukunftsweisend für unterschiedlichste Zielgruppen vom Single bis zu mehreren Generationen unter einem Dach“, derart hochtrabend ist vom Prestigeobjekt Emsauenpark Reuschberge auf der Internetseite der Stadt Lingen zu lesen.

Wenn ich dann dazu heute Morgen den Bericht der LT über die Beratungen des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses zu den Asbestfunden auf dem Areal des geplanten Emsauenparkes richtig interpretiere, wird gerade in den zuständigen Gremien des Rates die Beerdigung erster Klasse für dieses Projekt vorbereitet. Dass sich das Thema „Emsauenpark“ erledigt hat, stand für mich schon mit Bekanntwerden der Asbestfunde außer Zweifel. Denn welcher Bauinteressierte hätte denn noch ein ernsthaftes Interesse am Kauf eines Grundstückes in dem Gebiet gehabt, es sei denn, die Stadt würde die Grundstücke zu Schleuderpreisen auf den Markt bringen.

Insofern kann die logische Konsequenz nur lauten, das ganze Gebiet schön mit grünem Rasen einzusäen.

Aber, damit kann es natürlich nicht getan sein. Alle Parteien sind jetzt ernsthaft gefordert, die Schuldigen für den „Todesfall Emsauenpark Reuschberge“ zu suchen. Denn ein derart schlampiger Umgang mit Steuergeldern muss Konsequenzen nach sich ziehen. Und das geschlampt worden ist, steht doch wohl außer Zweifel. Die Gefahren von Altlasten, welcher Art auch immer, auf einem ehemaligen Kasernengelände waren doch sicher bei den Überlegungen zum Ankauf des Geländes für jeden erkennbar. Derart blauäugig an einen solchen Kauf heranzugehen, zeugt nicht von Professionalität.

Wie lange sollen die Lingener Bürger sich noch den verschwenderischen Umgang mit ihren hart erarbeiteten Steuergeldern gefallen lassen? Andere Beispiele aus der näheren Vergangenheit, beispielsweise Planungen zur Emslandarena, gibt es zur Genüge.

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Heute (20.3.10) konnte man der Zeitung entnehmen, dass die Diskussion um die seinerzeit mögliche Nutzung der Kasernen für studentische Zwecke (speziell: Wohnen) immer noch schwelt.

An sich ist das auch gut so, allein das damalige Procedere (ohne IRGENDEIN Befragen der Studierenden hat sich fast jeder zu Wort gemeldet, abgestimmt, …) ist zumindest unschön, das Ergebnis des Ganzen spricht für sich. Es hätte wirklich niemandem geschadet, die Studenten dort zumindest übergangsweise wohnen zu lassen.

Dass jetzt aber in der Diskussion auf einmal sogenannte Forderungen des Wissenschaftsrats bemüht werden, bedarf wohl einiger klärender Worte:

M.W. hat der Wissenschaftsrat EMPFEHLUNGEN ausgesprochen, nicht mehr und nicht weniger. Es stimmt, eine der Empfehlungen war, die Studentenwohnheime möglichst nah bei der Hochschule zu platzieren. Gemeint war aber wohl, dass die Studierenden die Hochschule ohne zwangsläufige Verwendung von PKWs und/oder öffentlichen Nahverkehrs erreichen könnte. Fahrradentfernung ist absolut okay. Bei einer Wegstrecke von ca. 3 km ist damit die Anbindung der Kasernen in diesem Sinne gegeben, fertig. Andere Hochschulstandorte agieren da – leider – mit ganz anderen Strecken, deswegen ja auch diese Empfehlung.

Was der Wissenschaftsrat (vor übrigens sieben Jahren!) wohl vergessen hat zu empfehlen, war, die Studentenwohnheime möglichst bald fertig zu stellen bzw. den Studierenden möglichst bald eine adäquate Bleibe zu bieten. Noch einmal, als Interimslösung hätte man die Kasernen ja erst einmal (bis zur ja ach so baldigen) Fertigstellung der Wohnheime nutzen können.

Was der Wissenschaftsrat auch nicht erwähnt hat, ist, dass man ja auch mehrere Wohnheime (auch an verschiedenen Plätzen und damit in verschiedenen Entfernungen zum Campus) vorsehen kann, wie es ja auch viele andere Hochschulstandorte vormachen.

Ferner ist der Wissenschaftsrat wie viele andere wohl auch sicherlich davon ausgegangen, dass die Anzahl der Wohnungen an die Grösse des Hochschulstandortes angepasst sein sollte. Weiterhin ist sicherlich davon auszugehen, dass die Wohnungen/Zimmer für „normale“ Studierende bezahlbar sind!

Meines Wissens reden wir gerade über 88 (evtl. auch nur 44) Wohnungen/Zimmer bei einer jeweiligen Warmmiete um ca. 400€.

Die geplanten Studierendenzahlen nach Wissenschaftsrat liegen bei 1500 Studienplätzen.

Man kann ja Fehler machen, aber vielleicht ist es auch manchmal angeraten sie auch einzugestehen.

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Die Notwendigkeit zur Förderung studentischen Wohnens in der Stadt wird ja allgemein gesehen. Wenn dies gelingt, profitiert die Stadt als Lebensraum davon mit Sicherheit mehr als von mehr Parkplätzen für Dauerpendler, die gleich nach „Dienstschluß“ wieder fluchtartig das Gelände verlassen.

Bei einer – keine Vollständigkeit beanspruchenden – Suche habe ich allerdings keine Beispiele gefunden, wie Städte oder Gemeinden entsprechendes gefördert haben. Interessant wäre hier ein Vergleich mit der Förderung studentischen Wohnens, wie sie das Land Bayern in Aussicht stellt WohnraumfoerderungaufeinenBlick-ArbeitsblaetterzumWohnungsbau,Nr4. Für Niedersachsen habe ich keine eigenständige Förderung für studentisches Wohnen finden können, analog dazu vielleicht dies.
Angesichts der nicht mehr ganz so üppigen Haushaltslage bin ich aber gespannt, was genau hier vorgeschlagen werden soll. Immerhin stammen die Beispiele hier aus der Länderebene. Auf kommunaler Ebene gibt es vielleicht noch die kommunale Eigenheimförderung, die analog zu sehen wäre.
Wer den Text des Antrags genau liest, findet so noch keinen Hinweis auf die zu unterstellende „Lex Klaas“…Förderprogramm Studentenwohnungen (Antrag der CDU-Fraktion vom 13.11.2009) Sollte die Stadt hier Möglichkeiten zur Förderung finden, wird sicherlich eine Bindung sowohl der Mieten als auch eine Festlegung auf die studentischen Mieter auf viele Jahre nötig sein.

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Äusserst begrüssenswert aus meiner Sicht (wie wohl auch der Mehrzahl der Lingener Studenten) ist, dass der Rat der Stadt Lingen in der nächsten Sitzung sich mit einem Förderprogramm für Studentenwohnungen befassen will.

Termin:  7.12.09, 17.00, im Ratssitzungssaal.

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Luxusbude

Seit langer Zeit engagiere ich mich – privat – für ein geeignetes Wohnheim für Studierende. Dies nicht nur, um unseren Studenten eine Bleibe zu bieten, sondern auch, um eine bzw. die Keimzelle für studentisches Leben in der Stadt zu etablieren. Immer wieder äussern unsere Studenten, dass sie eigentlich gerne in Lingen ein Zimmer anmieten würden, allerdings fehlt ein adäquates und speziell für Studenten bezahlbares Angebot.
Genau an dieser Stelle hakt es; in vielen Gesprächen hat sich der Eindruck verfestigt, dass man hier glaubt, dass die zukünftigen Akademiker schon jetzt das Gehalt zur Verfügung hätten, das sie später einmal verdienen werden. Es mag auch tatsächlich sein, dass es Porsche fahrende, Champagner trinkende, Austern schlürfende Studenten gibt, die selbstverständliche jede Zeche mit der goldenen Kreditkarte begleichen. Die Realität hier und anderswo sieht aber eher nach rostigem Uraltgolf, Mineralwasser von Aldi und eine Butterstulle von zuhause aus. Kreditkarte ist natürlich nicht, Dispo auch nicht.
Wer selbst studiert hat, erinnert sich sicherlich an derartige Szenarien; die Unterkunft war das Preiswerteste, was zu finden war; der Wert der Fahrzeuge – wenn man sie sich denn leisten konnte – war direkt korreliert mit der TÜV-Plakette.
Kurz: Der Hochschulstandort ist meines persönlichen Erachtens gut beraten, möglichst umgehend eine bezahlbare Bleibe für die Studierenden zu suchen. Seinerzeit habe mich für den Erhalt der Kasernen – zumindest, bis ausreichend Wohnheimplätze vorhanden sind – eingesetzt. Auch andere Alternativen gab es zuhauf.
Ohne geeignetes Wohnheim (es gibt ein – allerdings viel zu kleines – ehemaliges Schwesternwohnheim, Warmmiete nach Ausage unser Studenten ca. 180 €) leidet die Attraktivität des Standortes. Häufig kommt dann bei Veranstaltungen, in denen hiesige Professoren und die Studenten ehrenamtlich sehr engagiert unsere Studiengänge vorstellen, die Frage, was ein Wohnheimplatz koste. Dann ist das Gespräch leider schlicht zu Ende. Die Frage, wie denn der ÖPNV organisiert ist oder welche „Bonbons“ man den zukünftigen Studenten anbiete, interessiert dann eigentlich kaum noch jemanden.
Eigentlich muss man sich wundern, dass unsere Studiengänge trotzdem NOCH gut nachgefragt werden.

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