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Posts Tagged ‘Riga-Komitee’

Die BürgerNahen (BN) haben beschlossen, im Stadtrat den Beitritt unserer Stadt zum Riga-Komitee zu beantragen. Am 23. Mai 2000 gründeten deutsche Großstädte und der Präsident des Volksbund Deutsche Kriesgräberfürsorge das „Deutsche Riga-Komitee“. Unter den Gründungsmitglieder sind die Nachbarstädte Osnabrück und Münster. Inzwischen sind rund 60 deutsche Städte dem Riga-Komitee beigetreten, darunter aus  der benachbarten Grafschaft Bentheim auch Schüttorf. Bad Bentheim, Neuenhaus und Nordhorn planen die Vollmitgliedschaft. Durch das Riga-Komitee  soll ein lebendiges Band der Erinnerung und der Begegnung zwischen Riga und den deutschen Städten geknüpft werden, von denen damals die Sammeltransporte ausgingen.  

Seit dem Beginn des Jahrtausends erinnert nahe der lettischen Hauptstadt eine Gräber- und Gedenkstätte an die Deportationen und Opfer aus Deutschland. Dort im Wald von Bikerniecki, dem größten Massengrab von Nazi-Opfern in Lettland, befindet sich die Gedenkstätte (Foto).  Über 25.000 Deutsche jüdischen Glaubens wurden 1941/42 nach Riga deportiert. Darunter sind auch die Deutschen jüdischen Glaubens aus Lingen(Ems) und der Region an Ems und Vechte, die am 13.12.1941 mit dem sog. Bielefelder Transport nach Riga gezwungen und fast alle ermordet wurden.

Mit Leid, Mord und Terror im Ghetto von Riga ist die Lebens- und Leidensgeschichte der Lingener Jüdinnen und Juden fest verknüpft, darunter unsere Lingener Ehrenbürgerin Ruth Foster-Heilbronn, ihre Familie, die Familie Grünberg. Ausgehend von rassistischer, völkischer und nationalistischer Ideologie erlitten sie ihr grausames Schicksal. Dies darf nicht in Vergessenheit geraten.

Die BN weist noch darauf hin, dass sich der sog. Bielefelder Transport am Montag, 13.  Dezember dieses Jahres zum 80. Mal jährt. An diesem Tag sollte würdig, so der BN-Antrag, an die Ehrenbürgerin Ruth-Foster Heilbronn und die anderen Lingener jüdischen Glaubens erinnert werden, die mit diesem Transport deportiert wurden und dem völkischen Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.
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Foto: Gedenkstätte im Wald von Bikerniecki; (C) Stadt Dorsten

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